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Das Thema Globalisierung ist heutzutage in aller Munde.
Und doch verstehen viele Leute Verschiedenes darunter. Umstritten aber ist
vor allem, ob die Globalisierung eher einen Segen oder einen Fluch für die
Menschheit darstellt. Nachfolgend ein paar kurze Statements prominenter
Personen zu diesem Thema:
| Themba
Somo, Prof. f. Ökonomie, Universität Pretoria |
... dass
Firmen und Arbeitskräfte, Kapital und Verstand, Güter und
Dienstleistungen vermehrt Grenzen passieren, ohne dass Politik,
Gesetze und Regulierungen sie hindern. Neue Technologien erleichtern
uns dies alles. Ein natürlicher Prozess des Fortschritts. |
| Konstantin
Wecker, Liedermacher und Poet |
... etwas
Wunderbares: das Zusammenrücken der Menschen. Ich bin aber gegen
die neoliberalistische Wirtschaftsordnung, die Mensch und Natur
hemmungslos degradiert. Statt zynisch nach Börsenschnäppchen
jagend Hungertote zu verdrängen, müssen wir Widerstand und
Solidarität kultivieren. Global! |
| George
Soros, Börsenguru im Ruhestand |
... die
Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der das Kapital von Land zu
Land und von Sektor zu Sektor fließen kann. Die Mobilität auf den
Kapitalmärkten treibt in diesem Jahrhundert die Globalisierung
weiter voran als es der Freihandel tut. |
| Angelika
Zahrndt, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) |
... ein
utopisches Konzept, für die Mobilität von Kapital und Gütern eine
durchgängige, grenzenlose Welt zu schaffen, um weltweit
größtmögliche Effizienz zu erreichen. Dieses ökonomische Konzept
stößt an die Grenzen der Belastbarkeit von Erde und Menschen. |
| Rolf E.
Breuer, Vorstandvors. der Deutschen Bank |
... die
Chance, mit offenen Märkten wirtschaftliches Wachstum zu fördern,
Ressourcen effizienter zu nutzen, Lebensbedingungen und Wohlfahrt
der Menschen zu verbessern. Zugleich liegt darin die Notwendigkeit,
einen Rahmen für Stabilität und Rechtssicherheit der
Weltwirtschaft zu schaffen. |
| Cornelia
Füllkrug-Weitzel, Direktorin von Brot für die Welt |
... dass
niemand verschont bleibt, seine Haut weltweit zu Markte zu tragen.
Der Wettlauf um niedrigste Löhne und übelste Arbeitsbedingungen
spielt Menschen gnadenlos gegeneinander aus. Sklavenähnliche
Arbeitsverhältnisse feiern Auferstehung. Dabei wäre eine
Auferstehung der Menschenwürde nötig. |
(aus: SZ,
1.9.2001, Auszüge)
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