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Klaus Bayer (1999, S.65f.) sprechen vor allem folgende sechs Gründe für
das Argumentieren: Wer argumentiert,
Gegen die Vorstellungen vom herrschaftsfreien Diskurs, der nach Jürgen Habermas als Ziel der Argumentation anzustreben ist, betont Klaus Bayer, dass Argumentation immer auch Machtausübung darstelle, weil sie die auf den unterschiedlichen, miteinander konkurrierenden Weltbilder der Menschen beruhe. Denn: "Wer argumentiert, der tritt nicht nur für seine Ansichten in der gerade aktuellen Diskussion ein, sondern für das Weltbild, das ihm selbst nützt“ (Klaus Bayer 1999, S.65f.). Daraus ergibt sich nach Bayer der Schluss: "Wer argumentiert, übt Macht aus; [...] Eine gänzlich herrschaftsfreie Interaktion zwischen Menschen als evolutionär entstandenen und deshalb unvermeidlich miteinander konkurrierenden Lebewesen ist allerdings gar nicht denkbar." (ebd., S.67)
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