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Ein Lernzirkel
wird als geschlossen bezeichnet, wenn die einzelnen Stationen in einer
vorgegebenen Reihenfolge durchlaufen werden müssen. Das Thema bzw. die
Inhalte dieser Form
des Lernzirkels weisen im Allgemeinen eine logisch-systematische
Struktur auf, die im Aufbau des Lernzirkels linear abgebildet wird. Seine
Stationen beziehen sich eindeutig aufeinander und sind in der Regel von
einer progressiven Struktur der Leistungsanforderungen gekennzeichnet. Aus
diesem Grund ist auch die Bezeichnung Lernstraße
für den geschlossenen Lernzirkel geeignet.
Die Wahlfreiheit der Schülerinnen und
Schüler ist in einem geschlossenen Lernzirkel natürlich eingeschränkt. Die
Schülerinnen und Schüler können dabei nicht über den Lernweg, also die
Reihenfolge der einzelnen Arbeitsstationen mitentscheiden, sondern müssen
sich an die vorgegebene Reihenfolge halten. Im strengsten Fall steigen alle
an der gleichen Lernstation in den Lernzirkel ein und beenden die Arbeit im
Lernzirkel auch an einer dafür vorgesehenen Endstation. Dennoch gibt es
hinreichend Bereiche, in denen die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen
und Schüler für ihren Lernprozess gewahrt bleibt: Lerntempo, Wahl der
Sozialform (Einzel-, Partner- der Gruppenarbeit) etc.
Leistungsstärkere und leistungsbereitere Schülerinnen und Schüler können in einem Lernzirkel mit variabler Gestaltung der Einstiegs- und Ausstiegsstation später, d. h. auf einem anderen Anforderungsniveau mit ihrer Lernzirkelarbeit beginnen und, sofern sie, wie anzunehmen ist, den Lernzirkel schneller als leistungsschwächere durchlaufen, auch auf einem anderen Leistungsniveau wieder verlassen. Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 26.02.2013 |
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