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GAT - Basistranskript

Prosodische Merkmale

 
 
  Im Basistranskript des Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT) werden neben Konventionen für die prosodischen Merkmale der Sprache, für die segmentale sprachliche Transkription, für die sequenzielle Struktur des Gesprächs auch eine Reihe sonstiger segmentaler Transkriptionskonventionen und sonstiger Konventionen formuliert.

»Übersicht über die Transkriptionskonventionen

Für die Notation der Prosodie bzw. der suprasegmentalen Merkmale, die lautübergreifend sind bzw. sich nicht in eine sequenzielle Abfolge von Segmenten einfügen, (z. B. Ton, Intonation, Akzent und Akzentstruktur, zeitliche Dauer lautsprachlicher Äußerungen, Pausen, Sprechtempo, Sprechausdruck) gelten die folgenden Transkriptkonventionen:

Können Gesprächsbeiträge (turns) durch prosodische, syntaktische und semantische Elemente in kleinere Einheiten (Phrasierungseinheiten) untergliedert werden z.B. die Tonhöhenbewegungen am Einheitenende angegeben, um die Untergliederungseinheit zu kennzeichnen. Neue Phrasierungseinheiten können auch durch einen Zeilensprung gekennzeichnet werden. Reicht eine Transkriptzeile dafür nicht aus, wird fortlaufend weitergeschrieben.

Da jede vollständige Phrasierungseinheit über mindestens eine Akzentstelle, den Hauptakzent (Primärakzent), verfügt, wird dieser notiert und ein extra starker Akzent !  !dazu besonders vermerkt. Dies geschieht durch Großbuchstaben für den Hauptakzent, wobei die Regeln der deutschen Rechtschreibung im Übrigen weiter gelten.
Beispiele: KAUfen, HACke, akZent, ak!Zent!

Für die Tonhöhenbewegung vor dem Einheitenende gilt.

Das Zeichen für die letzte Tonhöhenbewegung wird nach der (syntaktischen) Einheit gesetzt.

Bei unakzentuierten Anhängseln an dieser Einheit wie "ne" oder "nich wahr" wird dazu noch eine Tonhöhenbewegung am Ende des Anhängsels notiert.

Turnübernahmesignale wie "ja" und "nee" werden entweder als Bestandteil der folgenden oder als eigenständige Einheit transkribiert.

Gesprächsanalytisches Modell (GAT) pdf-Dokument (= Online-Version des Artikels "Gesprächsanalytische Transkriptionssysteme" aus den Linguistischen Berichten 173, 1998, S. 91-122)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 27.08.2016

 
      
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