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Die Transkription als die verschriftlichte Aufzeichnung von
Audioaufnahmen oder audiovisuellen Aufnahmen zur
Gesprächsanalyse folgt bestimmten Prinzipien und Kriterien.
Weil das Standard-Schriftsystem für die verschriftlichte Analyse
sprachlicher Interaktionen in verschiedenartigen Forschungsgebieten wie
der Linguistik, Soziologie,
Psychologie und
Pädagogik nicht ausreicht, wurden vielerorts unterschiedliche
Transkriptionssysteme
entwickelt, die auf z. T. sehr verschiedenen Notationskonventionen
beruhen. Die beiden wichtigsten Formen der Transkription sind:
Partiturnotation
und Textnotation
Die Partiturnotation Die Partiturnotation bzw. Partitur-Schreibweise ist in
der deutschen Gesprächslinguistik weit verbreitet (z.B. HIAT =
Halbinterpretative Arbeitstranskription). Dabei wird analog zur
Notendarstellung in einem Musikstück verfahren, bei der die in
verschiedenen Notenzeilen übereinander stehenden, in einem Akkord
zusammengefassten Noten gleichzeitig gespielt werden müssen. Denn bei der
Notation von Gesprächen werden analog dazu die gleichzeitig stattfindenden
Kommunikationsereignisse in parallel zu lesenden, untereinander
angeordneten Zeilen festgehalten. Durch ein am Rand der Zeile angebrachte
Klammern wird dabei zusätzlich signalisiert, welche bzw. wie viele Zeilen
parallel zu lesen sind. Dadurch kann der gesprochene Text in einer eigenen
Zeile notiert werden und die Zeilen darüber und darunter können Angaben zu
den
supragmentalen oder
nonverbalen Bestandteilen der Kommunikation enthalten.
(aus Henne/Rehbock 1995, S.96f.) Die Vorteile der Partiturnotation liegen auf dem Gebiet der übersichtlichen Darstellung interaktiver Strukturen. Im Gegensatz zur Textnotation sind Partitursysteme jedoch schwerer lesbar. (vgl. Brinker/Sager 1989, S.41) Wenn man darüber hinaus möchte, dass die Notation von jedem Textverarbeitungsprogramm geleistet werden kann, ist dies im Allgemeinen nicht möglich. Die Textnotation Bei der Textnotation werden die Beiträge der einzelnen
Sprecher in einzelnen Textblöcken untereinander notiert. Vor jeden dieser
Textblöcke wird die anonymisierte Bezeichnung für den jeweiligen Sprecher,
die Sprechersigle, festgehalten. Beispiel (aus GAT, leicht verändert):*
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