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Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem (GAT)

Überblick

 
 
  Weil das Standard-Schriftsystem für die verschriftlichte Analyse sprachlicher Interaktionen in verschiedenartigen Forschungsgebieten wie der Linguistik, Soziologie, Psychologie und Pädagogik nicht ausreicht, wurden vielerorts unterschiedliche Transkriptionssysteme entwickelt, die auf z. T. sehr verschiedenen Notationskonventionen beruhen. Der von einer Gruppe von Linguistinnen mit dem Gesprächsanalytischen Transkriptionssystem (GAT) vorgenommene Versuch zur Vereinheitlichung kommt ohne allzu große theoriegebundene Annahmen aus und legt fest,
  • wie das allgemeine Layout von Transkriptionen, die publiziert werden sollen, aussehen soll und

  • welche einzelnen Elemente im Zusammenhang lautsprachlicher Äußerungen zur Notation gehören.

Dabei gelten die folgenden Transkriptionsprinzipien und -kriterien:

  1. Detailliertere Transkripte differenzieren weiter ohne die einfacheren zu revidieren.

  2. Auch Nichtlinguisten müssen mit dem Transkript zurechtkommen.

  3. Für jede einzelne Kategorie ein einziges, einfaches Transkriptionszeichen.

  4. Möglichst für alle Texteditoren und Betriebssysteme.

  5. Die Zeichen sollen möglichst Eigenschaften des Bezeichneten aufnehmen.

  6. Erfasste Phänomene müssen allgemein als wichtig angesehen werden.

  7. Interpretierende Kommentare und relevante, differenzierende Einzelparameter und deren Kombination zu Merkmalsbündeln.

  8. Kompatibel mit anderen international üblichen Transkriptionssystemen.

Gesprächsanalytisches Modell (GAT) pdf-Dokument (= Online-Version des Artikels "Gesprächsanalytische Transkriptionssysteme" aus den Linguistischen Berichten 173, 1998, S. 91-122)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 27.08.2016

 
      
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