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Arbeiten mit Word Clouds

Überblick


Die Arbeit mit Word Clouds kann beim →Lehren und →Lernen in eigenverantwortlichen Lernprozessen unterschiedliche Zwecke erfüllen. Je nach Unterrichtsziel und methodisch-didaktischen Überlegungen wird man unterschiedliche Techniken und Methoden zur Erstellung von Word Clouds verwenden.

Word Clouds sind für Schülerinnen und Schüler eine motivierende Möglichkeit,

  • ihr Wissen

  • ihre Arbeitsergebnisse

  • ihre Ideen und Erfahrungen u. ä. m.

in einer ästhetisch interessanten und anmutenden Form darzustellen.

Word Clouds eignen sich insbesondere auch zur →Präsentation, wenn man bestimmte Dinge beachtet. Sie sollten

  • nicht zu viele Wörter, Begriffe oder Wortgruppen enthalten

  • eine möglichst horizontale Schriftausrichtung haben

  • eine zur Gestaltung und Gewichtung Gesamtaussage durchdachte die Schriftgröße, farbliche Gestaltung und Anordnung aufweisen, die leicht zu erfassen ist

Die Häufigkeitsanalyse

 →Online-Programme zur Word Cloud-Erstellung eignen sich als  →Bildstatistiken zur Häufigkeitsanalyse von Wörtern in einem Text. Je häufiger ein Wort oder eine Wortgruppe in einem Text vorkommt, desto größer erscheint das Wort oder die Wortgruppe in der Word Cloud. Wie dieser  →einfache Mengenvergleich dann genau aussieht, regeln Layoutvorgaben des Programms, die - je nach Programm - vom jeweiligen Nutzer unterschiedlich beeinflusst werden können. Das Textbild, das dabei erzeugt wird, folgt dabei bis zu einem gewissen Grad einem reinen Zufallsprinzip. Damit sind auch die Grenzen von Word Clouds deutlich, die mit den →Online-Generatoren erstellt werden: Sie liefern ein sehr einfaches →Strukturbild eines Textes, das nur in sehr eingeschränktem Maß komplexere Strukturzusammenhänge →visualisieren kann.

Die einfache Word Cloud

Eine einfache Häufigkeitsanalyse entsteht in der Regel in einem →einstufigen Verfahren. Hier wird Text einfach in das Eingabefeld des jeweiligen →Online-Generators eingegeben oder über die Zwischenablage des Computerbetriebssystems (Windows, Mac OS) hineinkopiert. Durch die Reihenfolge der Texteingabe lässt sich dabei das später erzeugte Textbild auch bei der einfachen Häufigkeitsanalyse beeinflussen. Im Großen und Ganzen wird die Erstellung des Textbilds aber dem Online-Generator überlassen.

Die vorstrukturierte Word Cloud

Wenn das Wort- bzw. Textmaterial, aus dem Online-Generatoren eine Word Cloud erzeugen soll, vorher bearbeitet wird, um das Textbild zur Gestaltung bestimmter Aussagen zu beeinflussen, entsteht in einem mehrstufigen Verfahren eine vorstrukturierte Word Cloud. Vorstrukturierungen lassen sich aber auch manchmal schon durch bestimmte Filter in den Online-Generatoren vornehmen, die z. B. bestimmte Wörter ausschließen können.

Einfache Vorstrukturierungen ergeben sich schon durch die Veränderung der Reihenfolge der Wörter oder Wortgruppen (s.o.). Allerdings muss man eben ausprobieren, wie das Ergebnis jeweils ausfällt. Wird diese Reihenfolge noch mit bestimmten Layoutoptionen des Online-Generators verknüpft, können dabei aber auch Gewichtungen oder andere Effekte erzielt werden. So kann man z. B. mit →WordleTM durch eine alternierende Eingabe von Vokabeln, das fremdsprachliche Wort gefolgt von der jeweiligen deutschen Übersetzung interessante Visualisierungsergebnisse erzielen, wenn man die Layout-Funktion "Half-and-half" verwendet. Dann werden die fremdsprachlichen Vokabeln z. B. senkrecht und die deutsche Bedeutung waagrecht dargestellt oder umgekehrt. (vgl. Schedler o. J.)

Komplexere Vorstrukturierungen, welche die einzelnen Wörter oder Wortgruppen gewichten sollen, können dadurch erzeugt werden, dass einzelne Wörter in einem abgestuften, relationalen Verhältnis zueinander unterschiedlich häufig in der Wortliste wiederholt werden.

  • Je häufiger also ein bestimmter Begriff vorkommt, desto größer wird seine Schriftdarstellung in der Word Cloud ausfallen. Gleich häufig vorkommende Begriffe werden also später auch mit der gleichen Schriftgröße im Textbild erscheinen. So lassen sich also mit einer jeweils unterschiedlichen Anzahl von Wortwiederholungen Gruppen von Wörtern oder Wortgruppen mit gleichem Gewicht bilden.

  • Eine weitere Vorstrukturierungsmöglichkeit, bei der man oft auch, wie am Beispiel des Online-Generators→WordleTM gezeigt, die Hilfe der Textverarbeitung oder eines Texteditors heranziehen kann, besteht darin, mit dem Tilde-Zeichen (~) Wörter zu Wortgruppen (Strings) zu verbinden, die dann im Textbild als "ein Wort" behandelt werden. (→Wortgruppen (Strings) in Wordle erzeugen)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 11.10.2013

     
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