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Theorien des Selbst

Aspekte des Selbstkonzepts

Persönlichkeitspsychologie


 PSYCHOLOGIE
Glossar Entwicklungspsychologie Persönlichkeitspsychologie Überblick [
Theorien des SelbstÜberblick Aspekte des Selbstkonzepts ◄ ▪ Selbstkonzept und situatives Verhalten Die Bedeutung der möglichen Selbst ] Allgemeine Theorie der Persönlichkeit von Sigmund Freud Psychische Störungen Selbstdarstellung Transaktionsanalyse (TA) Autoritärer Charakter (Erich Fromm ) Theorie der autoritären Persönlichkeit Wahrnehmungspsychologie Kognitionspsychologie Emotionspsychologie Motivationspsychologie Kommunikationspsychologie
 

Theorien des Selbst sind nach Zimbardo/Gerrig (2004, S.633ff., S. 649) Persönlichkeitstheorien, welche das • Selbstkonzept einer Person als Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit ansehen.

Sie definieren das • Selbstkonzept als "das mentale Modell einer Person über ihre Fähigkeiten und Eigenschaften". Dabei gehen sie heute davon aus, dass das • Selbstkonzept ein • historisch-soziales Konstrukt ist. Als • "Selbstschemata" (Markus 1977) verstanden steuern sie in hohem Maße unser • situationsspezifisches Verhalten.

Das Selbstkonzept umfasst Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir mit unserem Körper, unseren Leistungsfähigkeiten, mit unseren Mitmenschen und im Umgang mit unseren Gefühlen gemacht und mental gespeichert haben.


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Mummendey (1995) versteht unter • Selbstkonzept die Gesamtheit aller von einer Person über sich selbst vorgenommenen Beurteilungen, die sich beim Beschreiben und Bewerten bestimmter Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten niederschlagen. Auf diese Weise schreibt man sich selbst bestimmte Eigenschaften zu, die eine/n zu einer bestimmten, von anderen unterschiedlichen, Persönlichkeit werden lassen.


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Das Selbstkonzept umfasst dabei zahlreiche Komponenten und lässt in verschiedene untergeordnete Selbstkonzepte einteilen.

Das allgemeine Selbstkonzept, das ein Mensch von sich entwickelt, entsteht aus Erfahrungen, die er

gemacht hat.

Als dynamische Struktur und Regulationsinstanz agiert es im Allgemeinen mit bestimmten ▪ Schemata, den so genannten "Selbstschemata(Markus 1977).

Sie  ermöglichen es uns, unsere Erfahrung zu "verwalten". Dabei geht ihre Wirkung aber über die Verarbeitung von Informationen hinaus, die wir über uns selbst gewinnen.

Häufig dienen die Schemata, die wir auf uns selbst anwenden, auch dazu, Informationen, die uns über andere Personen mitgeteilt werden, zu verarbeiten. (vgl. Zimbardo/Gerrig (2004, S.633) (▪ Schematheorie)

Selbstschemata lassen die dynamische mentale Struktur des Selbstkonzepts aber keineswegs erstarren, sondern können sich, wie Schemata in anderen Bereichen auch, durch ▪ ▪ Wissenszuwachs, Feinabstimmung, Umstrukturierung und Integration weiter entwickeln. (vgl. Einsiedler 1996, S.177)

Das Selbstkonzept, das aus vielen Komponenten besteht, stellt also "eine dynamische geistige Struktur" dar, "die intra- und interpersonale Verhaltensweisen und Prozesse motiviert, interpretiert, strukturiert, vermittelt und reguliert." (Zimbardo/Gerrig 2004, S.633)

Intrapersonal sind dabei jene Prozesse, die etwa mit Gefühlen oder mit unserer Motivation zusammenhängen, interpersonal diejenigen, welche helfen, soziale Wahrnehmungen und Entscheidungen zu interpretieren.

Das Selbstkonzept umfasst eine Vielzahl von Elementen und lässt sich unter ganz verschiedenen Perspektiven betrachten und analysieren.

Zu seinen Elementen zählen u. a.:

Einflussfaktoren auf das Selbstkonzept

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die das Selbstkonzept beeinflussen können.

Neben dem, was die Gesellschaft ganz allgemein von dem einzelnen erwartet, in welchem sozialen Umfeld sich der einzelne bewegt und welche Erfahrungen er dabei macht, spielen auch die Medien eine bedeutende Rolle. Sie tragen zu den Vorstellungen bei, die sich der einzelne über sein ideales Selbst macht, zeigen ihm unter Umständen auf, welche • möglichen Selbst, "die Selbst, die wir werden könnten, und die Selbst, die wir zu werden fürchten" (Markus/Nurius 1986, S.634, zit. n. Zimbardo/Gerrig (2004, S.634) für ihn in Frage kommen.

Damit vermitteln die Medien nicht nur Informationen, sondern tragen auch dazu bei, dass bestehende Selbstschemata entweder bestätigt werden oder aber einer dynamischen Weiterentwicklung unterzogen werden.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 28.01.2026

     
 


   Arbeitsanregungen:

  1. Arbeiten Sie heraus, inwiefern unsere moderne Vorstellung vom eigenen Selbst ein historisch-soziales Konstrukt darstellt.

  2. Erläutern Sie, inwiefern die dargestellten Elemente des Selbstkonzepts unser Verhalten steuern können.

  3. Überlegen Sie, wodurch die unterschiedlichen Bereiche des allgemeinen Selbstkonzeptes beeinflusst werden. Suchen Sie dafür geeignete Beispiele.
     

 
 
 

 
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