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Wirkungsbereiche rhetorischer Figuren

Klangfiguren

 
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Über den Klang Wirkung erzielen

Klangfiguren als rhetorische Mittel beziehen sich in ihrem Wirkungsbereich auf die Lautgestalt eines Wortes oder die akustische Gestalt eines Satzes. Sie "klingen" eben auf eine bestimmte Art und Weise

Einzelne der hier aufgeführten Klangfiguren lassen sich auch anderen Wirkungsbereichen zuordnen.

In der nachfolgenden Tabelle werden Figuren aufgeführt, die in verschiedenen anderen Klassifikationsansätzen den Klangfiguren zugeordnet werden.

Alliteration
(Stabreim)

  • Übereinstimmung im Anlaut von zwei oder mehreren Wörtern

  • Aufmerksamkeit wird auf die alliterierenden Begriffe gelenkt

  • Häufig in Sprichwörtern und feststehenden Wendungen

Beispiele

  • Winterwinde wichen dem Wonnemond

  • "Es ist nicht aus lauter Fürwitz noch Frevel geschehen […]“ (Luther)

Anapher

Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen (auch: Positionsfigur)

Beispiel: "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..."

Assonanz
(Binnenreim)

  • harmonisiert den Klang von Lauten ( = Gleichklang)

  • Gleichklang eines Vokals oder eine Lautfolge im Wortinnern oder ähnlicher Klang bei mindestens zwei auf einander folgenden oder benachbarten Wörtern einer syntaktischen Einheit;

  • häufig am Versende eines lyrischen Textes

  • hebt Bedeutung hervor

Beispiele:

  • Endlich auch, nach langem Ringen,
    Muß die Nacht dem Tage weichen;
    Wie ein bunter Blumengarten
    Liegt Toledo ausgebreitet.
    (Heinrich Heine, Don Ramiro, 9. Strophe)

  • "Da hat kein Neid der Reizung widerstrebt […] (Günther)

Reim

Gleichklang eines Verses in der Lyrik; a) Stabreim (Alliteration): gleich lautenden Anlaut betonter Stammsilben, daher auch: Buchstabenreim b) Endreim: Gleichklang von Wörtern vom letzten betonten Vokal ab

Beispiele:
a) Bei Wind und Wetter; mit Mann und Maus; b) Der Mond ist aufgegangen
Die goldnen Sternlein prangen

Schüttelreim

Sonderform des Doppelreims; die am Reim beteiligten Wörter tauschen ihre Anfangskonsonanten oder auch Silben miteinander aus; dadurch entsteht eine neue sinnvolle Wortfolge

Beispiel:
In Reimes Hut Geheimes ruht

Kolmer/Rob-Santer (2002, S. 55) zählen die folgenden 13 Figuren zu den Klangfiguren:

Klangfiguren

  • Homoioprophoron

  • Onomatopoiie

  • Lautsymbolik

  • Polyptoton

  • Paronymie

  • Paronomasie

  • Traductio

  • Klauseln, Cursus

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 08.11.2021

   
 

 
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