Die ▪
direkte Redewiedergabe wird in geschriebener Sprache
üblicherweise mit einem Wiedergabeindex versehen, der Anfang und
Ende des wörtlich Wiedergegebenen markiert.
Das wichtigste Mittel zur Markierung sind die ▪
Anführungszeichen, deren Verwendung mit bestimmten
▪
Regeln der Zeichensetzung verbunden sind.
Grundsätzlich gilt:
-
Eine wörtlich
wiedergegebene Äußerung wird in Anführungszeichen
eingeschlossen.
-
Wenn die direkte
Rede in einem übergeordneten Satz unterbrochen wird, werden alle
Teile der direkten Rede in Anführungszeichen eingeschlossen.
Anführungszeichen sind für für bestimmte
Textsorten bis heute unverzichtbar. So gehört es bei
▪
journalistischen Darstellungsformen selbstverständlich dazu,
wirklich Gesagtes in Anführungszeichen zu setzen, um es als
originale und authentische Wiedergabe zu markieren.
Beim ▪
wörtlichen Zitieren gehört das korrekte Setzen von
Anführungszeichen zu den Grundfähigkeiten, denn Textpassagen, die in
anderen Werken im Wortlaut verwendet werden, müssen aus
urheberrechtlichen Gründen, wegen herrschender wissenschaftlicher
Konventionen und nicht zuletzt aus Gründen allgemeiner Redlichkeit
wortgetreu wiedergegeben werden. Andernfalls handelt es sich um ein
Plagiat.
In ▪
epischen Texten wird von dieser allgemein gültigen grammatischen
Signalisierung der direkten Rede sehr häufig Gebrauch gemacht.
Daneben hat sich jedoch in der modernen Literatur mehr und mehr
durchgesetzt, auf die Anführungszeichen als Wiedergabeindizes zu
verzichten. (▪
Verzicht auf Markierung als Stilmittel)