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Referenzrahmen der literarischen Kompetenz

Interpretierendes Lesen

« Kompetenzniveau 4 »


FAChbereich Deutsch
Glossar
Kompetenzorientierter Deutschunterricht ÜberblickAllgemeiner KompetenzbegriffSprachkompetenz LesekompetenzSchreibkompetenz Literarische Kompetenz ▪ Überblick [ Referenzrahmen ▪  Überblick Erlebendes Lesen (Niveau 1) Erkennendes Lesen (N 2) Reflektierendes Lesen (N 3) Interpretierendes Lesen (N 4) Literarisches Lesen (N 5) Akademisches Lesen (N 6) ] Literarästhetische Kompetenz   Literatur Linguistik Schreibformen Rhetorik Filmanalyse Operatoren im Fach Deutsch
 

Lesekompetenz

Thematisches Projekt Lesen
Fragen zur eigenen Lesebiographie und zum eigenen Leseverhalten
Lesen und Textverstehen (CI-Modell)
Grundantriebe des Lesens und Lesertypologie
Aktive und passive Lesearten
Lesen und individuelle Entwicklung

Arbeitstechnik Lesen
So verstehen wir, was wir lesen
Lesemodus »
Literarisches bzw. interpretierendes Lesen
Lesesituation
Leseweisen (Lesetechniken)

Texte interpretieren (schulische Schreibform)
Didaktische und methodische Aspekte »

Anforderungen und Kompetenzen »
Schreibaufgaben »
Aspekte der Schreibaufgabe
So interpretiert man schriftlich einen literarischen Text in der Schule »
Einen Erzähltext interpretieren »
Einen dramatischen Text interpretieren »
Eine literarische Figur charakterisieren»
Einen lyrischen Text interpretieren »

Der ▪ Referenzrahmen für literarische Kompetenz, den Theo Witte (2008) im Zusammenhang einer Längsschnittstudie an niederländischen Schulen entwickelt hat, unterscheidet sechs verschiedene Kompetenzniveaus der ▪ literarischen Kompetenz, die auf jeweils spezifischen Arten des Lesens beruhen. Vom untersten Level 1 bis zum obersten Level 6 sind dies (Terminologie in der dt. Übersetzung von Altinay-sezen (2015, S.6 f.):

Aspekte des Referenzrahmens beim erkennenden Lesen

Der ▪ Referenzrahmen literarischer Kompetenz für Leserinnen und Leser beim interpretierenden Lesen (interpretive reading) auf dem vierten der sechs Kompetenzniveaus (Witte (2008, S.531) umfasst leserseitige und textseitige Faktoren sowie die darauf Bezug nehmenden Niveaus der Aufgaben und des jeweiligen niveauspezifischen Aufgabendesigns.

Leserseitige Faktoren

Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über eine relativ breite literarische Kompetenz

  • haben Erfahrung im einfachen Lesen von belletristischer Literatur für Erwachsene

  • sind in der Lage zu lesen, zu verstehen, zu interpretieren

  • schätzen Literatur, die nicht zu komplex ist

  • können über Interpretation und ihre literarischen Vorlieben mit anderen kommunizieren

  • finden aufgrund ihrer allgemeinen und literarischen Entwicklung Zugänge zu fiktionaler Literatur (Romane) namhafter Autorinnen und Autoren, sofern diese nicht zu komplex angelegt sind

  • sind bereit, in Literatur zu investieren

  • machen ihre  Bereitschaft sich, auf literarische Texte einzulassen, nicht mehr so sehr vom Umfang und der Komplexität der Größe der Aufgabe abhängig

  • zeigen erste Anzeichen eines sich entwickelnden ästhetischen Bewusstseins

  • wissen, dass ein fiktionaler Text "erfunden" ist und dass ihr Verfassen Schreiben eine Kunst ist

  • sind bereit, in komplexe Ereignisse und erwachsene Emotionen einzutauchen, die weit entfernt von der eigenen Erfahrung liegen

  • interessieren sich für Erzähltechnik und andere Strukturen und unter gewissen Umständen auch für die  Absicht des Autors

Textseitige Faktoren

Texte und Bücher die für die jugendlichen Leserinnen und Leser dieses Niveaus in Frage kommen,

  • sind in einem "literarischen" Stil verfasst

  • sind in ihren Themen und Inhalten sowie bei der Gestaltung von Charakteren nicht unmittelbar mit der Welt der Jugendlichen verbunden

  • sind in ihre Handlungsführung und bei der Entwicklung von Charakteren daher auch weniger vorsehbar

  • können etwas komplexere Strukturen verwenden, wie z. B. unzuverlässige Perspektive, implizite Zeitverschiebungen und Änderungen bei der Perspektive, unbeantwortete Fragen, mehrere Bedeutungsebenen, metaphorischer Stil usw.

  • ermutigen den Leser, den Text zu interpretieren

  • lesen auch viele Werke namhafter Autorinnen und Autoren

Aufgaben, Aufgabenniveau und niveauspezifisches Aufgabendesign

Aufgaben, die von Schülerinnen und Schüler auf diesem Kompetenzniveau bewältigt werden, können, sollten berücksichtigen, was diese auch leisten können und in welchem Rahmen diese Leistungen erbracht werden.

Schülerinnen und Schüler

  • können verschiedene Bedeutungsebenen erkennen und unterscheiden

  • sind der Lage Motive und andere bedeutsame Bedeutungselemente zu interpretieren

  • zeigen in ihrem Verhältnis zur Hauptfigur identifikatorische Empathie, aber können sich auch von dieser distanzieren

  • reagieren kritisch auf das Verhalten des Charakters im Kontext der Geschichte

  • können die Bedeutung des Werks reflektieren und seine verschiedenen Themenfacetten erkennen

  • zeigen Interesse an der Arbeit des Autors bzw. der Autorin

  • achten auf die Wirkung bestimmter Erzähltechniken, wie z.B. Techniken zur Spannungserzeugung und auf Stilmittel wie Ironie

  • können die Erzähltechniken von Filmen und schriftsprachlichen Texten analysieren und miteinander vergleichen

  • beziehen ihre Reaktionen auf die Lektüre auf das Werk selbst, seine Erzähltechnik und mitunter auch auf das gestalterische Können des Autors bzw. der Autorin

  • wenden ein dazu ein komplexes Bewertungsschema am, das zusätzlich strukturelle und ästhetische Kriterien einbezieht

  • sind gut gerüstet, um ihre eigene Interpretation eines Textes zu entwickeln

  • zeigen sich offen für die Interpretationen und Ansichten anderer

  • können die Zusammenfassungen und Interpretationen ihrer Mitschüler*innen kritisch beurteilen

  • können ihre Vorlieben zwar artikulieren, können aber noch keine unabhängige Auswahl dazu passender Texte vornehmen

(vgl. Witte 2008, S.531, übersetzt und dabei leicht verändert und ergänzt)

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Lesen und Textverstehen (CI-Modell)
Grundantriebe des Lesens und Lesertypologie
Aktive und passive Lesearten
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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 18.04.2022

   
 

 
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