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Dimensionen politischer Beteiligung

Verfasste und nicht-verfasste Formen der Partizipation

 
 
  Die politische Beteiligung kann auf unterschiedliche Art und Weise klassifiziert werden. So ergeben sich die beiden Dimensionen verfasst und nicht-verfasst.

Nach Decker u. a. (2013, S.37) kann man zwischen verfassten und nicht verfassten Formen politischer Beteiligung unterscheiden.

Statt von verfassten und nichtverfassten oder unverfassten Formen von Partizipation kann auch von konventionellen und unkonventionellen (vgl. Westle 1994, S.141-143, Kaase 1995a, S.552, Kaase 1995b, S.462f.., Kneuer 2013, S.7) bzw. von formellen und informellen Formen gesprochen werden. Letztere Kategorisierung ist hingegen in wissenschaftlichen Partizipationsforschung ungebräuchlich.

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 30.12.2014

 
     
     
   Arbeitsanregungen:
  1. Ordnen Sie die nachfolgenden Tätigkeiten den verfassten oder nicht-verfassten Formen politischer Beteiligung zu.

    • an einer Volksbefragung über ein wichtiges Verkehrsprojekt teilnehmen

    • an einem Wahlinfostand der Grünen mitmachen

    • einer politischen Gruppe in einem sozialen Netzwerk wie z.B. Facebook beitreten

    • Flugblätter gegen Tierversuche verteilen

    • im Dritte-Welt-Laden einkaufen

    • keine mit Kinderarbeit produzierten Waren kaufen

    • einen Spendenaufruf für die Hilfe nach einem Erdbeben unterzeichnen

    • Infos an Community-Mitglieder über die geplante Schließung des Jugendzentrums senden

    • bei einem Grillfest der örtlichen CDU mitmachen

    • in einem Fanfarenzug mitmachen

    • aus Frust über die Parteien an einer Bundestagswahl nicht teilnehmen

    • bei einem Streik zur Durchsetzung einer Lohnerhöhung mitmachen

    • sonntags nur noch mit dem Fahrrad fahren

    • einen Podcast gegen Atomkraft herstellen und im Internet veröffentlichen

    • eine Online-Unterschriftensammlung zu einem bestimmten Thema unterzeichnen

    • keine politische Werbung von Rechtsradikalen lesen

    • eine Jugendgruppe in der Kirchengemeinde leiten

  2. Stellen Sie Argumente zusammen, die für die eine oder andere Form politischer Beteiligung sprechen.

  3. Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten der verschiedenen Formen, auf den politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess Einfluss nehmen zu können?

  4. Überlegen Sie, welche Form politischer Beteiligung für Sie selbst in Frage kommen könnte. - Unter welchen Umständen käme sie für Sie in Frage?
     

 
     
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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de