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Feintranskript

Lautstärke- und Sprechgeschwindigkeitsveränderungen


FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Linguistik (Sprachwissenschaft)
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Übersicht über die Transkriptionskonventionen

Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit sind in besonderem Maße relativ. Ihre Berücksichtigung im Transkript bei der Gesprächsanalyseist ist freilich nur dann von Bedeutung, wenn sich diese Merkmale von dem üblicherweise Erwarteten erheblich unterscheiden und wenn sich während der Äußerungen selbst Veränderungen ergeben, jemand  also mal schneller, mal langsamer spricht. Lautstärke- und Sprechgeschwindigkeitsveränderungen werden in solchen Fällen im Feintranskript notiert.

Wenn eine Person sich durch eine "überdurchschnittlich" hohe Sprechgeschwindigkeit auszeichnet, wird dies im Trankriptionskopf vermerkt und nur die Abweichungen von dieser Bezugsnorm werden dann noch detaillierter transkribiert.

Kommt es während eines Gesprächs bzw. während eines Gesprächsbeitrages (turn) zu Veränderungen der Lautstärke oder der Sprechgeschwindigkeit, muss dies unter Angabe der Reichweite notiert werden, so dass klar, wann der Sprecher wieder zu der "normalen" Bezugsnorm, seiner "normalen" Lautstärke bzw. Sprechgeschwindigkeit zurückkehrt. Die Veränderungen und deren Reichweite werden in spitze Klammern gesetzt. (<<   >                >) und mit den nachfolgenden Symbolen so detailliert wie möglich beschrieben:

Lautstärkeveränderungen
<< f >   > forte, laut
<< ff > > fortissimo, sehr laut
<< p > > piano, leise
<< pp > > pianissimo, sehr leise
Geschwindigkeitsveränderungen
<< all > > allegro, schnell
<< len > > lento, langsam
<< cresc > > crescendo, lauter werdend
<< dim > > diminuendo, leiser werdend
<< acc > > accelerando, schneller werdend
<< rall > > rallentando, langsamer werdend

Die Angaben in den spitzen Klammern  < > können auch in eine eigene Zeile unter die segmentale Transkription gesetzt werden. In einem solchen Fall  entfallen die äußeren Klammern, weil die Reichweite durch Untereinanderschreiben ausreichend gekennzeichnet ist. Wenn die <Angabe> länger als die segmentale Bezugszeile ist , muss diese u. U.  künstlich gespreizt werden (durch zusätzliche Leerzeichen). Bei der Kombination von Parametern mit unterschiedlichen Reichweiten können ggf. die spitzen Klammern mit Indizes zugeordnet werden, z. B. <<f,h> f> h>.

Übersicht über die Transkriptionskonventionen

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 12.04.2022

   
 

 
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