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Überblickswissen

Aufklärerischer Fortschrittsglaube und erzieherische Aufgabe der Aufklärung

Frühe Neuzeit (ca. 1500-1800) Absolutismus und Aufklärung (ca. 1650–1789) Aufklärung

 
GESCHICHTE
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Literaturepoche Aufklärung 1720-1785
»Der Begriff Aufklärung (Wikipedia)

Die Aufklärung ist gekennzeichnet von einem unbedingten Fortschrittsglauben. Dieser Glaube an die positive Weiterentwicklung des Menschen und der Gesellschaft resultiert aus dem Glauben an die Vernunft und dem von ihr bedingten Erkenntnisfortschritt.

Beide zielen gleichermaßen auf die Einrichtung einer vernunftgemäßen politisch-gesellschaftlichen Ordnung einerseits und der sittlich-autonomen Weiterentwicklung des einzelnen Menschen andererseits.

Die Autoren der Aufklärung gingen allerdings nicht alle von einem gesicherten oder gar unaufhaltsamen Fortschritt aus. Zudem gingen ihre Meinungen darüber auseinander, auf welcher moralischen Grundlage dieser Fortschritt vonstatten gehen sollte. Zudem waren im 18. Jahrhundert noch viele andere Gelehrte der Ansicht, dass der Fortschritt in den Wissenschaften und Künsten keineswegs Segen, sondern eher einen Fluch darstellte. Und: sogar ein namhafter Aufklärer wie Jean-Jacques Rousseau war der Ansicht, "die Weiterentwicklung der Künste und Wissenschaften habe nur scheinbar einen moralischen Fortschritt eingeleitet" (Tricoire 2023, S.129).

Um diese Ziele Einrichtung einer vernunftgemäßen politisch-gesellschaftlichen Ordnung einerseits und der sittlich-autonomen Weiterentwicklung des einzelnen Menschen andererseits zu erreichen, müssen Mensch und Gesellschaft nach Ansicht der Aufklärer vernunftgemäßes Denken und Handeln lernen. Daraus ergibt sich der überaus stark ausgeprägte pädagogische und didaktische Aspekt der Aufklärung, der sich u. a. in den bevorzugten volkstümlichen literarischen Formen oder der Entwicklung des Bildungswesens widerspiegelt. 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.07.2026

 

 
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