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Die Auseinandersetzungen um die Thronfolge nach dem Tode
Heinrich VIII. (28.6.1491-28.1.1547) liefern wichtige Fakten zum
historischen
Hintergrund zu Schillers
Drama »Maria
Stuart«. Die
Genealogie der Tudors und Stuarts stellt dabei die dynastische Basis
der Auseinandersetzungen dar.
1536 hatte
Heinrich VIII. (28.6.1491-28.1.1547) seine beiden Töchter
Maria Tudor (1516-1558, Königin von England 1553-1558) und Elisabeth (1533-1603, Königin von England 1558-1603) zu
illegitimen Nachkommen erklärt und beide durch einen Parlamentsbeschluss
von der Thronfolge ausschließen lassen. ( Heinrich
VIII. und seine Frauen) Ein paar Jahre später wurde
dieser Parlamentsbeschluss wieder aufgehoben und die beiden wurden damit
von den englischen Großen wieder ausdrücklich zur Thronfolge zugelassen.
In seinem Testament revidierte Heinrich VIII. seinen früheren
Entscheidungen und legitimierte Eduard, Maria und Elisabeth zur
Thronfolge.
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Als Heinrich VIII. am 25.1.1547
stirbt, wird sein zehnjähriger Sohn Eduard VI. (1537-1553)
aus seiner dritten Ehe mit
Jane Seymour (1509-1537) Eduard für knapp sechs Jahre unter
Regentschaft König.
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Als Eduard VI. am 6.7.1533
stirbt, tritt Maria Tudor (1516-1558) aus der Ehe mit Katharina von Aragón (1485-1536) die Thronfolge (1553-1558) an. Sie
heiratet den Sohn Kaiser
Karls V. (1500-1558)
Philipp II. (1527-1598), den König von Spanien, deren Ehe allerdings
kinderlos bleibt. Maria Tudor, die Katholische, zögert lange, ob sie ihre
Halbschwester Elisabeth als ehelich geboren und damit als Thronfolgerin
anerkennen sollte oder nicht. Im letzten Fall hätte dies
Maria Stuart (1542-1587) begünstigt, die im Todesjahr Maria Tudors den
Thron Frankreichs bestiegen hatte und Ansprüche auf die englische Krone
erhob. Als Elisabeth die zwei Bedingungen Maria Tudors, sich öffentlich
zum Katholizismus zu bekennen und die Schulden Marias zu übernehmen, mit
ihrer Unterschrift formell anerkennt, kann
Elisabeth I. (1533-1603, Königin von England 1558-1603) den
englischen Thron besteigen.
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