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Goethe: Egmont - Handlungsverlauf

Szenenschema

 
 
  Der Handlungsverlauf in Johann Wolfgang von Goethes »Egmont« lässt sich mit Hilfe eines Szenenschemas darstellen, das Konfiguration und Konfigurationswechsel der Figuren veranschaulicht. (Vorlage)

Re    = Margarete von Parma, Tochter Karls des Fünften, Regentin der Niederlande
Eg   = 
Graf Egmont, Prinz von Gaure
Or   = 
Wilhelm von Oranien
Al    =
Herzond, natürlicher Sohn Albas
Ma  =
Machiavell, im Dienst der Regentin
Ri   =
Richard, Egmonts Geheimschreiber
Si   =
Silva, unter Alba dienend
Go  =
Gomez, unter Alba dienend
Kl   =
Klärchen, Egmonts Geliebte
 
Mu  = Mutter von Klärchen
Br
  = g Alba
Fe   =
Ferdina, ein Bürgerssohn
So =
Soest, Krämer, Bürger von Brüssel
Je
Jetter, Schneider, Bürger von Brüssel
Zi  = 
Zimmermann, Bürger von Brüssel
Se =
Seifensieder, Bürger von Brüssel
Bu =
Buyck, Soldat unter Egmont
Ru =
Ruysum, Invalide und tab
Va =
Vansen, ein Schreiber
An = Andere (Volk, Gefolge, Wachen usw.)
In der Rubrik An = andere Figuren, werden sämtliche Figuren, die bei Bürgeransammlungen namenlos mit oder ohne gesprochenem Text auftreten, sowie Bedienste, Gefolge und Wachen zusammengefasst.
 

Goethe hält sich im »Egmont« nicht an die herkömmliche, klassische Lehre von den drei Einheiten, sondern bevorzugt eine Akt- und Szenengestaltung, die an den Auffassungen und Techniken von »William Shakespeares (1564-1616) orientiert ist. In den Akten findet immer wieder ein Schauplatzwechsel statt (z. B. im 1. Akt: Platz in Brüssel (Hinweis darauf findet im Personenverzeichnis), Palast der Regentin, Bürgerhaus). Diese Schauplatzwechsel werden mit Szenentiteln im Nebentext signalisiert. Unterhalb dieser Großszenen wird von Goethe selbst im Text keine Gliederungseinheit nach dem Muster herkömmlicher Auftritte im Nebentext mit Szenentitel signalisiert. Aus den Auf- und Abtritten der Figuren lässt sich die herkömmliche Szeneneinteilung aber durchaus gewinnen, wenn man die entsprechenden Bemerkungen im Nebentext zugrunde legt. Dies ist für die Analyse des Handlungsverlaufs aber durchaus sinnvoll, da sie die jeweilige Konfiguration und die ihre zugrunde liegenden Konfigurationswechsel verdeutlicht.

 
     
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