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Konjugation

Überblick


Als veränderliche Wortart können Verben abgewandelt werden. Dies geschieht durch
  • Anhängen einer Endung

  • Abwandeln des Stamms

  • Zusammensetzen mit einem Hilfsverb

Die möglichen Abwandlungen, die Verben kennzeichnen, nennt man auch Konjugation. Entsprechend heißt es auch: Verben werden konjugiert.

Die verschiedenen Formen, die bei der Konjugation des Verbs durch Abwandlung entstehen, tragen die Bezeichnung Konjugationsformen. Dabei unterscheidet man die Grundformen des Verbs voneinander: die finiten von den infiniten Formen eines Verbs.

Finite Verbformen tragen eine Reihe von Informationen und können genau bestimmt werden, hinsichtlich

  • der Person : z.B.: ich singe - du singst

  • dem Numerus (grammatische Zahl): z.B.: ich lache - wir lachen

  • dem Tempus (grammatische Zeit): z.B.: sie tanzt, sie hat getanzt

  • dem Modus ( Aussageweise): z.B.: er singt - er singe

  • dem Genus verbi (Sichtweise): z.B.: wir tragen - wir werden getragen

Jede finite Verbform (Konjugationsform) kann dementsprechend genau bestimmt werden.

Die Abwandlungen, die Verben im Rahmen ihrer Konjugation durchmachen, sehen für die Verben unterschiedlich aus. Daher unterscheidet man die schwachen und die starken Verben voneinander und spricht dementsprechend von der schwachen und der starken Konjugation. Die kleine Gruppe der so genannten unregelmäßigen Verben lässt sich weder der starken noch der schwachen Konjugation zuordnen.

  • Die schwachen Verben, die große Mehrheit aller Verben, bilden ihre finiten Verbformen (Konjugationsformen) meistens durch Anhängen einer Endung: fragen (frag-te), kaufen (kauf-te), suchen (such-te).

  • Die starken Verben bilden ihre finiten Verbformen auf unterschiedliche Art und Weise. Es gibt dabei fünf Gruppen: ablautende Verben (geben (gab),  Hilfsverben (haben, sein), Modalverben (dürfen, sollen etc.),  rückumlautende Verben (kennen (kannte) und  so genannte gemischte Verben (gehen, ging, gegangen; etc.)

  • Die unregelmäßigen Verben bilden ihre finiten Verbformen unterschiedlich.

    • Eine Gruppe macht dies wie bei schwachen Verben mit t und verändert zugleich ihren Stammvokal wie bei den starken Verben: kennen, kannte, gekannt - rennen, rannte, gerannt - senden, sandte/sendete, gesandt/gesendet -  wenden, wandte/wendete, gewandt/gewendet

    • Eine andere Gruppe ändert Konsonanten und den Stammvokal: gehen, ging, gegangen - denken, dachte, gedacht - essen, aß, gegessen.

    • Eine weitere Gruppe ist schließlich ganz und gar unregelmäßig: sein: bin, war, gewesen - werden: wurde, geworden - haben: hatte, gehabt - wissen: weiß, wusste - gewusst.
      Dazu kommen nach die Modalverben können, sollen, wollen, dürfen, mögen, müssen.

            
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