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Philosophinnen und Vorkämpferinnen für Frauenrechte

Überblick

« Absolutismus und Aufklärung (ca. 1650–1789) – Aufklärung – Aufklärerinnen (Auswahl)

 
GESCHICHTE
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• Baustein: Für Aufklärerinnen streiten

Die • Aufklärung, so hat es den Anschein, ist eine Männerdomäne gewesen. Wenn von ihren bedeutenden Vertretern die Rede ist, dann fallen die Namen bedeutender (männlicher) • Aufklärer. Das ist freilich nur die halbe Wahrheit.

In Wahrheit gibt es zahlreiche Frauen, die man ohne Weiteres als Aufklärerinnen bezeichnen kann, weil sie wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen Entwicklung auf unterschiedlichen Gebieten geleistet haben.

Die Aufklärerinnen kamen wie die Aufklärer aus unterschiedlichen Ständen und führten ein sehr unterschiedliches Leben.

Zu den • Philosophinnen und Vorkämpferinnen für Frauenrechte können u. a. die nachfolgenden Frauen gezählt werden:

Aphra Behn (1640-1689) war eine der ersten professionellen Schriftstellerinnen, die mit ihren Dramen und Romanen Themen wie Liebe, Politik und Geschlechterrollen behandelte und den Weg für weibliche Autoren ebnete.

Maria Sibylla Merian (1647-1717) leistete mit ihrer Arbeit über die Metamorphose von Insekten einen bahnbrechenden Beitrag zur Naturkunde und illustrierte ihre Entdeckungen mit detaillierten und kunstvollen Kupferstichen.

Damaris Cudworth Masham (1658/1659-1708) (auch  Lady Masham genannt) war eine Philosophin und enge Freundin des englischen Philosophen • John Locke (1632-1704). Sie schrieb über Theologie und Moral und förderte durch ihren Salon den Austausch von aufklärerischen Ideen.

Delarivier Manley (vermutlich 1663-1724) nutzte als satirische Schriftstellerin und politische Journalistin ihre Romane, um gesellschaftliche und politische Missstände anzuprangern und die Grenzen der weiblichen Autorschaft zu erweitern.

Mary Astell (1666-1731) gilt als eine der ersten englischen Feministinnen und forderte in ihren Schriften, die Vernunft als Grundlage für die Bildung der Frauen zu nutzen. Ihr Motto war: "Wenn alle Menschen frei geboren sind, wie kommt es, dass alle Frauen versklavt sind?"

Catherine Macaulay (1731-1791) schrieb eine einflussreiche Geschichte Englands und war eine radikale Verfechterin der republikanischen Ideen.

Olympe de Gouges (1748-1793 war eine politische Aktivistin und Frauenrechtlerin der Französischen Revolution. Ihre "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" von 1791 gilt als eines der wichtigsten Dokumente des frühen Feminismus.

Mary Wollstonecraft (1759-1797) argumentierte mit ihrem Werk »"A Vindication of the Rights of Woman" (Verteidigung der Rechte der Frau, 1792), dass Frauen nicht von Natur aus minderwertig seien, sondern ihre gesellschaftliche Inferiorität mangelnder Bildung geschuldet sei. Sie gilt als eine Begründerin des modernen Feminismus.

Madame de Staël, eigentl. Anne-Louise-Germaine Baronin von Staël-Holstein (1766-1817) war eine einflussreiche Intellektuelle, Schriftstellerin und Salonnière. Ihr Salon war ein Zentrum des liberalen Gedankenaustauschs, und ihre Schriften zur Ästhetik, Politik und Romantik prägten die europäische Geistesgeschichte.

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 23.09.2026

 

 
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