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Ursachen für Missmanagement

Überblick

 
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Es kommt auf die Balance an
Die Ursachen und Gründe für ▪ Schwierigkeiten bei der Zeit- und Arbeitsplanung sind natürlich vielfältig.

Ganz allgemein jedoch beruhen die häufigsten Fehlerquellen dafür in einem nicht ausbalancierten Zusammenwirken verschiedener Faktoren, hinter denen zum Teil elementare Bedürfnisse von Menschen stehen.

Solche Faktoren, die zum Teil ineinandergreifen, sind

  • Physische Verfassung

  • Psychische Dispositionen

  • Intellektuelle Fähigkeiten

  • Soziale Beziehungen

  • Arbeits- bzw. Lernziele oder auch Karriereziele

Die Balance zu finden ist kein Balanceakt

Natürlich ist die Herstellung dieser Balance im Allgemeinen keine geplante Handlung.

Andererseits wird jedoch eine längerfristige Überbetonung des einen Aspekts mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Vernachlässigung eines anderen führen, und damit die Leistungsfähigkeit des ganzen Systems beträchtlich herabsetzen.

  • Wissen lässt sich eben nicht einfach stundenlang "pauken", wenn es behalten sein will.

  • Und wer sich um sein physisches und psychisches Wohlbefinden gerade auch in einer besonders anstrengenden Phase wie z. B. einer Prüfungsvorbereitung nicht hinreichend kümmert, wird am Tag X meist nicht das Beste aus sich machen können.

Die Hauptprobleme mangelnder Balance

Beim konkreten Arbeiten drehen sich die Hauptprobleme bei einer effizienten Arbeits- und Zeitgestaltung meistens um drei Aspekte:

  • Man kann sich einfach nicht durchringen, überhaupt anzufangen.

  • Man will in einer meist zu kurz bemessenen Zeit zuviel.

  • Das schlechte Gewissen, eigentlich mehr tun zu müssen, peinigt einen und verhindert damit jegliche Gelegenheit, Entspannung zu finden.

Heerscharen von Ratgebern befassen sich mit dem Thema Aufschieberitis, das wissenschaftlich »Prokrastination heißt und ein Verhalten bezeichnet, unangenehme Handlungen immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Ursachen dafür sind vielfältig. 

"Aufschieberitis" als Schreibblockade

Die Tendenz, Dinge immer wieder aufzuschieben, gibt es in allen Bereichen menschlichen Handelns und irgendwie scheint es zum Schreiben offenbar in besonderer Weise dazuzugehören. (vgl. Girgensohn/Sennewald 2012, S.122)

Wem es nicht gelingt, eine praxistaugliche Balance zwischen der Arbeits- und Zeitgestaltung herzustellen, kann sich mit Schreibaufgaben aller Art so schwer tun, dass daraus ▪ Schreibstörungen und Schreibblockaden entstehen können, die eine große psychische Belastung sein können.

So kann man in einen Teufelskreis mit schwerwiegenden Folgen geraten, den Neil Fiore (1991, S. 8) wie folgt beschreibt: "Wir fühlen uns überfordert und unter Druck gesetzt, wir fürchten das Versagen und bemühen uns noch mehr, langsam wächst der Verdruss, wir verlieren die Motivation und schieben unsere Aufgabe immer länger vor uns her. Der Kreislauf beginnt mit dem Gefühl der Überforderung und endet mit dem Versuch, dem Ganzen durch weitere Verzögerungstaktiken zu entfliehen. Aber eine Flucht ist nicht möglich, solange man in diesem Teufelskreis gefangen ist. Am Schluss lässt sich noch nicht einmal mehr die Freiheit genießen, ohne dass man Schuldgefühle hat. Plötzlich wird jeder Augenblick, der mit 'Spiel' oder sogar verhältnismäßig 'angenehmerer' Arbeit verbracht wird, zu einer unangenehmen Ablenkung von dem, was man eigentlich tun sollte."

Da es aber viele ▪ Ursachen von Schreibblockaden (vgl. Rose 1984/2009, S. 4ff.) gibt,  muss man u. U. auch etwas Geduld haben, bis man eine geeignete Gegenstrategie findet.

Liegen keine ▪ Persönlichkeitsprobleme vor, die dazu veranlassen, dann lassen sich die Unlustgefühle beim Schreiben allerdings durchaus so kontrollieren, dass sie das Schreiben nicht blockieren.

Auch wenn das Phänomen beim Schreiben so normal ist, dass man es, wie Girgensohn/Sennewald (2012, S.122) meinen, "kaum noch als Schreibblockade bezeichnen kann", können sich andauernde Schreiberfahrungen dieser Art eben doch zu ernsthaften Schreibschwierigkeiten entwickeln.

Das Arbeits- und Zeitmanagement optimieren

Zunächst einmal kann man der "Aufschieberitis" mit einem realistischen ▪ Arbeits- und Zeitmanagement zu Leibe rücken, mit dem sich kleinere und größere Schreibprojekte realisieren lassen.

  • Dazu muss der gesamte ▪ Schreibprozess mit seinen drei Phasen Planen, Formulieren und Überarbeiten in dem zur Bewältigung der ▪ Schreibaufgabe zur Verfügung stehenden Zeitfenster zeitlich so eingeteilt werden, dass für jede Phase hinreichend Zeit bleibt, um die entsprechenden Aufgaben zu erledigen.

  • Dafür kann man Milestones setzen, Zeitpunkte also, an denen bestimmte Aufgaben erledigt sein müssen, um die nachfolgenden noch ohne Zeitdruck bewältigen zu können.

Und doch kommt es immer wieder, insbesondere bei größeren Schreibprojekten wie Facharbeiten (▪ GFS) oder bei der ▪ Portfolioarbeit immer wieder zu ▪ Schwierigkeiten bei der Zeit- und Arbeitsplanung. Hier kann u. U. das Führen eines ▪ Tagebuchs des Aufschiebens weiterhelfen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 23.07.2020

     
 

 
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