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Parteienallerlei mit vielen Etiketten Es kursieren in der Öffentlichkeit viele Begriffe, mit denen Parteien
als bestimmte Typen von Parteien gekennzeichnet werden. Damit werden sie
stets zu einer Gruppe von Parteien gezählt, von denen angenommen wird,
dass sie große Ähnlichkeiten aufweisen. In der Regel beziehen sich
solche Bezeichnungen auf die Programmatik oder die weltanschaulichen
(Ideologischen) Orientierungen von Parteien. Dabei kommt es zunächst
aber nicht darauf an, ob das Ganze sich zu einer konsistenten Typologie
der Parteien gebrauchen lässt. Parteien lassen sich bestimmten Parteitypen zuordnen und vergleichen
Wenn man Parteien unabhängig von ihrer jeweils konkreten Haltung zu einer politischen Tagesproblematik voneinander unterscheiden will, kann man darangehen, sie nach bestimmten Kriterien einzuordnen. So lassen sich Parteitypen gewinnen, mit deren Hilfe man sich u. U im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland besser zurechtfinden kann. Dabei muss man allerdings wissen, dass solche Typologien immer bestimmte Eigenschaften herausgreifen und andere vernachlässigen, um so genannte Idealtypen zu bestimmen. Solche Idealtypen entsprechen insofern nicht dem kompletten Bild einer Partei in der Wirklichkeit. Sie dienen vor allem dazu, Parteien unter Bezug auf den Idealtyp miteinander zu vergleichen. Allerdings ist die Typenbildung, auch wissenschaftlich, nicht einheitlich. (vgl. Decker 2014) So betont Lucardie (2007, S.62): "Der eine Politikwissenschaftler unterscheidet zwischen Kader- und Arbeiterparteien, Mittelstandsparteien und Volksparteien, der zweite zwischen Kader- und Massenparteien, der dritte zwischen Weltanschauungsparteien, Klassenparteien und Patronageparteien, usw." Das liege wohl auch daran, dass sie unter Umständen zu viele relativ unabhängige Merkmale zu gemeinsamen Typen zusammenfassen wollten. Aus diesem Grund spricht sich Lucardie (ebd.) dafür aus, Parteien unter fünf Merkmalsdimensionen oder Aspekten zu unterscheiden (s. Mind Map): →Parteitypen nach Ursprung oder Genese
→Parteitypen nach Programmatik und Ideologie →Parteitypen nach Zielen oder Funktion im politischen System →Parteitypen nach Aufbau oder Struktur der Parteiorganisation
→Parteitypen nach Wählerschaft oder soziologischer Basis
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 21.08.2016
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