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Visuelle Kommunikation

Staturmerkmale

Körpersprache


FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Linguistik (Sprachwissenschaft)
RechtschreibungGrammatik / Syntax Semantik Pragmatik Überblick Kommunikation Überblick ▪ Kommunikationsmodelle Sprechen als Handeln Nonverbale Kommunikation Didaktische und methodische AspekteÜberblick Klassifikation nach SinnenFunktionen Olfaktorische Kommunikation Akustische Kommunikation [Visuelle Kommunikation Überblick Staturmerkmale ◄ ▪ Körperhaltungen Gesten Mimik Verschiedene Aspekte der äußeren Erscheinung Bausteine ] Selbstdarstellung im Rahmen nonverbaler Kommunikation Textauswahl Bausteine   Textauswahl   Soziolinguistik Textlinguistik Gesprächsanalyse Schreibformen Rhetorik Filmanalyse Operatoren im Fach Deutsch
 

Staturmerkmale eines Menschen spielen bei der ▪ visuellen Kommunikation, meistens im Kontext anderer Elemente eine wichtige Rolle. Sie sind zunächst einmal Ergebnis der physiologischen Entwicklung, z.B. biologisches Geschlecht, Größe und Körperproportionen eines Menschen. Sie sind insofern nicht unmittelbar beeinflussbar, es sei denn die moderne Chirurgie und Schönheitschirurgie nimmt künstliche Veränderungen daran vor.


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Eine mit den Mitteln der Schönheitschirurgie vorgenommene Brustvergrößerung bei Frauen,  das Einsetzen von Implantaten in die männliche Brust, um ein dauerhaftes, gut sichtbares und trainingsunabhängiges "muskulöses" Aussehen zu erreichen, sind nur zwei Beispiele dessen, was die »Plastische und Ästhetische Chirurgie heute im Köcher hat, um Menschen dabei zu helfen, ihr eigenes Aussehen so zu gestalten, wie es ihnen gefällt oder wie es nach ihrer Ansicht in der Gesellschaft am besten ankommt. Die Ergebnisse solcher Eingriffe werden meistens bewusst zur Selbstdarstellung im jeweiligen sozialen Umfeld aber auch in den sozialen Medien (z. B. Instagram) eingesetzt und sollen ein positives Bild vermitteln. Ob dies gelingt, hängt dabei auch entscheidend davon ab, wie andere diese Eingriffe beurteilen und welche Rückschlüsse sie auf den Charakter solcher Personen ziehen.

Dies ist bei anderen Staturmerkmalen nicht anders. So wird ein "Hungerhaken", eine Frau, der man unterstellt, sich aus Minderwertigkeitskomplexen und oder der Vorstellung, eine Modelkarriere machen zu können,  auf ein untergewichtiges Maß herunterzuhungern, ebenso abgewertet, wie der männliche "Fettsack", dem man unterstellt, dass er, aus welchen Gründen auch immer, keine Kontrolle über seine Nahrungsaufnahme hat.

Umgekehrt lebt eine ganze Industrie davon, dass wir einen idealen »Body-Mass-Index anstreben. Sie tut alles dafür, die Körpervorstellungen der Menschen in dieser Weise mit den unterschiedlichsten Medienformaten zu beeinflussen und findet in den sozialen Netzwerken ihre Echokammer.

Die Liste derartiger Staturmerkmale lässt sich beliebig erweitern, wenn z. B. krankheitsbedingte Merkmale wie z. B. ein "Buckel", ein "Hinkebein" oder "Klumpfuß", eine "Brillenschlange" mit dicken Brillengläsern u. ä. miteinbezogen wird.

Staturmerkmale entfalten dabei auch immer wieder archetypische Signalwirkungen:

  • Körperliche Größe signalisiert gewöhnlich Macht und Autorität.

  • Die herausgestreckte männliche Brust mit Implantanten verstärkt  Drohgebärden.

  • Die vergrößerte Frauenbrust signalisiert die herausragenden Qualitäten einer Frau bei der Fortpflanzung und der Erhaltung des Nachwuchses.

Sie dienen aber auch zur Kompensierung oder Überkompensierung, wenn bestimmte Staturmerkmale Verhaltensweisen ermöglichen, die zu übertriebenem und eine eigene Dynamik entfaltenden "Posen" tendieren.

Oft wirken sie als Schutzmechanismus wirken, wenn eine Person eine Schwäche bei sich selbst wahrnimmt. Um dieser zu begegnen, neigt eine solche Person dann dazu, diese Schwäche oder ihr Gegenteil zu übertreiben und sie in entsprechenden Körperhaltungen zum Ausdruck zu bringen.

  • Sehr große Menschen gehen oftmals in gebeugter Haltung.

  • Besonders schlaksige Jugendliche neigen zu hängenden Schultern.

  • Viele kleinere Menschen machen sich stets ganz groß. ("Napoleon-Komplex")
    (vgl. Eunson 1990, S.137)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 08.07.2025

   
 

 
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