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Projekt Zahngesundheit

Mundgeruch - was nun?


  Die meisten Menschen bemerken ihren übel riechenden Atem nicht selbst. Sie wundern sich deshalb, über die distanzierten Reaktionen ihrer Mitmenschen. Daher ist es sinnvoll, Betroffene durch einen diskreten Hinweis auf das Problem aufmerksam zu machen. Wer sich nicht sicher ist ob er unter Mundgeruch leidet, kann seinen Atmen neuerdings mit Hilfe eines Messgerätes beim Zahnarzt kontrollieren lassen. Denn: Mundgeruch ist messbar.
Das neuartige Gerät namens Halimeter misst die für Mundgeruch zuständigen Schwefelverbindungen. Es handelt sich bei dem Gerät um eine Art künstliche Nase. Der Patient muss einen am Gerät installierten Strohalm etwa vier Zentimeter tief in den Mund nehmen. Eine Pumpe saugt dann die Luft im Mundraum auf und zeigt innerhalb weniger Sekunden den Schwefelgehalt im Atem an. Ein Wert über 180 bedeutet Mundgeruch.
Durch den Test hat der Patient die Sicherheit zu überprüfen, wie stark er an Mundgeruch leidet und ob die Gase aus dem Rachenraum kommen. In aller Regel werden in kürzeren Abständen drei Messungen durchgeführt, um ganz sicherzugehen. Außerdem dienen die Tests als begleitende Kontrolle während einer „Mundgeruchtherapie“. Vor dem Test sollte man nichts Essen, Trinken, Rauchen, keinen Kaugummi und keine Mundspüllösung bzw. -sprays anwenden.
Oftmals stellt sich bei dem Test heraus, dass manch vermeintlich Betroffener gar keinen Mundgeruch hat. Viele Menschen sind davon überzeugt, an schlechtem Atem zu leiden, ohne dass dies tatsächlich so ist. Man spricht hier von einer Mundgeruchsphobie. Unter www.halithose.de findet man Praxen, welche mit dem Halimeter arbeiten und teilweise eine Mundgeruch Sprechstunde eingerichtet haben.
Es gibt aber auch einen Trick, mit dem man ohne fremde Hilfe feststellen kann, ob man aus dem Hals unangenehm riecht. Dabei fährt man mit der Zunge ein paar Mal über das Handgelenk, lässt den Speichel eine Minute lang trocknen und riecht daran.

Was tun bei Mundgeruch?

Die meisten Menschen glauben, dass die Hauptursachen für einen schlecht riechenden Atem der Magen oder der Stoffwechsel sind. Dies ist zwar möglich, oftmals liegt die Geruchsquelle jedoch im Mund. Ist die Ursache erstmal ausgemacht, kann man mit der Beseitigung derselben beginnen. Dabei kommt man um eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene nicht herum. Wichtig ist die Kombination der empfohlenen Einzelmaßnahmen, um die bestmögliche Wirkung zu erreichen:

  • Tritt dauernder Mundgeruch auf, gilt es zu prüfen, ob Erkrankungen des Nasen-Rachenraumes, Störungen der Verdauungsorgane oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes vorliegen.

  • Bei fehlender Allgemeinerkrankung als erstes den Zahnarzt aufsuchen.

  • Parodontitis oder defekte Zähne sind die häufigste Ursache für Mundgeruch. Diese bedürfen unbedingt einer Behandlung.

  • Kommt der Geruch von bakteriellen Ablagerungen auf dem Zungenrücken empfiehlt sich die Anwendung eines Zungenschabers / Zungenbürste.

  • Der regelmäßige Zahnarztbesuch zur Kontrolle und zur professionellen Zahnreinigung beugen der Bildung von Mundgeruch vor.

  • Mindestens zweimal täglich Zähneputzen ist ein Muss.

  • Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten helfen Bakterienanlagerungen zu beseitigen.

  • Mundspüllösungen mit antibakterieller Wirkung verhindern üble Geruchsbildung. Frischmachende Spüllösungen dagegen übertönen nur kurzfristig Mundgeruch. Kleine Kinder sollten Mundspülungen überhaupt nicht verwenden, da sie diese häufig noch nicht ausspucken können.

  • Eine gesunde Ernährung beugt vor.

  • Prothesenträger sollten den Zahnersatz stets gründlich reinigen und gegebenenfalls über Nacht herausnehmen.

  • Reichlich trinken regt die Speichelbildung an und fördert die natürliche Reinigung.

  • Durch Kaugummi kauen wird der Speichelfluss stimuliert.

(Presseinformationen von proDente Köln, 10. Dezember 2004)

Copyright

Text und Bilder veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von proDente e. V.: Vervielfältigungen des Textes und des Bildes auch für Unterrichtszwecke nur mit Hinweis auf den Urheberrechtsinhaber proDente e.v.

 
     
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Verfassen Sie eine Inhaltsangabe zum Text.
  2. Was ist eine Mundgeruchsphobie?
  3. Gestalten Sie eine pfiffige Werbeanzeige für einen Mundgeruchstest mit dem Halimeter. (www.halithose.de)

"Wichtig ist es, als Betroffener sofort zu reagieren" - Argumentationsskizze zum Thema Mundgeruch
 

 
     
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