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Sexistische Werbung

Sexismus

Definitionen


 

Sabine Winter (2001)

"Sexismus umschreibt Diskriminierungen, die Mädchen und Frauen aufgrund ihres Geschlechts in allen gesellschaftlichen Ebenen erfahren.“

Wikipedia.de, 8.3.2011

"Unter Sexismus versteht man die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Der Begriff ist eine aus dem Englischen kommende Parallelbildung zu racism (Rassismus), die als sexism in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre geprägt wurde und sich lange ausschließlich auf die Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Mädchen und Frauen bezog.

Heute stehen verschiedene Definitionen von Sexismus nebeneinander.

  • So wird in der Psychologie Sexismus über „stereotype Merkmalszuschreibungen“ definiert. Auf dieser interpersonellen Ebene werden auch diskriminierende Rollenzuschreibungen gegenüber Männern berücksichtigt.

  • In der soziologischen Forschung wird hingegen mehr der strukturelle Aspekt des Sexismus betont. Hier heißt es, dass Sexismus kulturell bedingt, institutionell verankert und individuell verinnerlicht sei. Es sei ein weitergetragenes Denken, Glauben, Meinen und ein Handeln als gesellschaftliche Praxis, welches Männer privilegiere und Frauen unterwerfe. Hierdurch werde das Tun von Frauen abgewertet und Frauen und Männer würden auf bestimmte Rollen festgeschrieben. Dieser Ansatz betont die Mechanismen eines diskriminierenden Gesellschaftssystems, hier des Patriarchats, und untersucht zugleich die Verschränkungen von Sexismus mit anderen Kritikansätzen an Herrschaft einiger wie dem Rassismus, Klassismus, Altersdiskriminierung, (englisch: "ageism") Behindertenfeindlichkeit oder Speziesismus.

  • Im postfeministischen Diskurs wird Sexismus sehr viel weitgehender definiert. Hier wird es als Sexismus betrachtet, von anderen zu erwarten oder zu verlangen, dass sie Geschlechternormen verkörpern. Verwandt mit diesem Ansatz sind die Diskussionen um die heterosexistische Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Menschen, die nicht ins gängige Geschlechterkonzept passen."

Meyers Taschenlexikon

"Sexismus, in Analogie zum Begriff Rassismus gebildete Bezeichnung für die wertende Annahme, dass sich Frauen von Männern auf Grund ihrer biologischen Unterschiede auch in ihrem Denken und Handeln unterscheiden und verschiedene geistige und seelische Eigenschaften besitzen. Sexismus bildet die ideologische Grundlage für die Diskriminierung und Unterdrückung des weiblichen durch das männliche Geschlecht."

Bruni Schmidt, Sexismus und Rassismus 

"Schon die amerikanischen Kämpferinnen für die Sklaven- und Frauenbefreiung des 19. Jh. wussten, dass Sexismus und Rassismus gleichartige ideologische Erscheinungen sind. Geht es beim Rassismus darum, die Höherwertigkeit der eigenen 'Rasse' der Minderwertigkeit einer anderen gegenüberzustellen, sichert die Benachteiligung, Unterdrückung und offene Gewalt gegen Mädchen und Frauen jedem Mann die Möglichkeit, sich besser, stärker oder höherwertig zu fühlen - unabhängig davon, welche politische oder religiöse Überzeugung er hat. Unabhängig davon, ob er Medizinprofessor oder Parkwächter ist. Unabhängig auch davon, ob er Antirassist ist."

(aus: Bruni Schmidt, Sexismus thematisieren - Gewalt hat viele Gesichter: Über Gewalt, Rassismus und Frauen, in: Posselt/Schumacher, Projekthandbuch: Gewalt und Rassismus, Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr, 1993, S.84)

Sabine Winter (2001)

"Sexismus umschreibt Diskriminierungen, die Mädchen und Frauen aufgrund ihres Geschlechts in allen gesellschaftlichen Ebenen erfahren.“
 

 
    
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