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Der Aufbau einer
Texterörterung kann
auf zwei verschiedene Art und Weise gestaltet werden, die in ein jeweils
unterschiedliches Gliederungsschema münden.
- Der Aufbau nach dem
Blockprinzip
stellt die zwei Hauptteile/Blöcke einer so gestalten Texterörterung en
bloc hintereinander:
strukturierte Textwiedergabe und Texterörterung i. e. S.
- Beim Aufbau nach dem
Reißverschlussprinzip werden Textwiedergabe und deren Aussagen
erörternde Stellungnahme miteinander kombiniert bzw. jeweils nacheinander
abgehandelt, ehe ein weiteres Stück Textwiedergabe wieder mit einer
dazugehörigen Stellungnahme folgt usw. - eben ganz wie die beiden auf den
unterschiedlichen Seiten befindlichen Glieder eines Reißverschlusses.
Beide Aufbauprinzipien haben ihre Vorzüge und können je nach
Textbeschaffenheit und Vorlieben und Fähigkeiten des einzelnen zur
Gestaltung einer Texterörterung eingesetzt werden. (vgl. FAQ:
Unter welchen Umständen empfiehlt sich das Block-, unter welchen das
Reißverschlussprinzip?)
- Im Allgemeinen hat bei der Anwendung des Blockprinzips die
vollständige inhaltliche Erfassung des Textes und die genaue Beschreibung
des darin enthaltenen Gedankenganges mit seinen argumentativen Strukturen
besonderes Gewicht, kommt der Beschreibung der Art und Weise, wie der Text
sein Thema entfaltet, große Bedeutung zu. Dennoch bleibt die
Erörterung von Textaussagen dazu mindestens gleichgewichtig. Dies wird
auch im
Gliederungsschema sichtbar.
- Das Reißverschlussprinzip zielt nicht so sehr auf diese
vollständige Erfassung des Textes und die genaue Beschreibung des gesamten
Gedankenganges. Hier stehen die gefundenen
Erörterungsaspekte und
Gegenstandsbereiche
der Erörterung klar im Vordergrund. Eine klare Gewichtung der Aussagen
des Textes, bei präziser Erfassung seiner Hauptthese/Spitzenformulierung
ist dabei die Grundlage einer stets klar auf die meist nachfolgende
Stellungnahme ausgerichtete strukturierte Wiedergabe des Textes. Das
Gliederungsschema
spiegelt diese Unterschiede im Vergleich zu dem für das Blockprinzip
wieder.
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