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Ich rat euch, Brüder alle, folgt nicht der Trommel Ton

Frühe Neuzeit (ca. 1350-1800) « Soldatenleben « Soldatenhandel und - verkauf im 18. Jahrhundert

 
GESCHICHTE
Grundbegriffe der Geschichte Europäische Geschichte  ▪ Frühe Neuzeit (ca. 1350-1800) Zeitalter der Renaissance (ca.1350-1450) Reformation und Glaubenskriege (1517-1648) Zeitalter der Entdeckungen (1415-1531) Absolutismus und Aufklärung (ca. 1650-1789) Beginn des bürgerlichen Zeitalters Einzelne sozial- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte Überblick Landleben Stadtleben Familienleben Frauenleben in der frühen Neuzeit KinderlebenLeben der AltenBerufslebenSexuallebenLeben des Adels   Soldatenleben Überblick   Einzelne Aspekte Überblick Soldatenleben im preußischen Militärstaat des 18. Jahrhunderts Söldnerleben im niederländischen Batavia im 17. und 18. Jh. [ Soldatenhandel und -verkauf im 18. Jh. Überblick  Zwangsaushebungen und Vermietung von Söldnertruppen  • Das württembergische Kapregiment 1786-1806 Textauswahl Bausteine Links ins Internet ] QuellenBausteine Fragen und Antworten (KI)  • Studentenleben Klosterleben in der frühen NeuzeitRäuberleben in der frühen Neuzeit  • Mode und Kleidung in der frühen NeuzeitReisen Weitere Aspekte Deutsche Geschichte
 

 

Dieses deutsche Volkslied ist bisher in 60 Fassungen überliefert und in zahlreichen fliegenden Blätter gedruckt worden. Es geht auf ein Gedicht von »Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) zurück (vgl.  Steinitz 1972, S.165f.)

Ich rat euch, Brüder alle, folgt nicht der Trommel Ton

(Mit jammervollem Blicke)

1.
Mit jammervollem Blicke,
Viel tausend Sorgen schwer,
Ging ich an meinen Krücken
Die weite Welt umher.

2.
Ich war ein tapfrer Krieger,
Sang manch Soldatenlied
In meinen vollen Glieder —
Jetzt bin ich Invalid.

3.
Weiß Gott, hab viel gelitten,
gefochten manchen Kampf,
Für's Vaterland gestritten,
geschmeckt den Pulverdampf.

4.
Ich stand bei Sturm und Regen,
Bei großer Mitternacht,
Bei Blitz und Donnerschlägen
Oft einsam auf der Wacht.

5.
Mir drohten oft Geschütze
Den fürchterlichsten Tod,
Ich trank aus mancher Pfütze
Und aß verschimmelt Brod.

6.
Ich bettle vor den Türen,
Ich armer lahmer Mann,
Ach Tjott, wen wird es rühren?
Wer nimmt sich meiner an?

7.
Ich rat's euch's, Brüder alle,
folgt nicht der Trommel Ton
Und dem Trompetenschalle,
Sonst kommt ihr in meinen Lohn!

(aus: Steinitz 1972, S.165f.)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.08.2026

 

 
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