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Was im Innern eines Menschen passiert, wenn wir etwas über unsere Sinne
wahrnehmen, ist ein sehr komplexer Vorgang, an dem zahlreiche Elemente
beteiligt sind und der unterschiedliche Prozesse umfasst. Wenn diese
Wahrnehmung schließlich noch zu einem bestimmten Verhalten führt,
kompliziert sich das Ganze weiter. Im Alltag haben wir häufig schnell Erklärungen parat, um unser Verhalten zu erklären. Doch psychische Vorgänge lassen sich meist nicht auf eine einfache Formel bringen. In ihnen wirken zwei komplexe Vorgänge zusammen: Aktivierende Prozesse, die dafür sorgen, dass wir in einen inneren Spannungszustand geraten, bei dem wir die unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten, und kognitive Prozesse, die dafür sorgen, dass wir bestimmte Informationen verarbeiten und speichern können.
Dabei ist es wichtig, den Begriff Wahrnehmung von dem der Empfindung zu unterscheiden. Bourne/Ekstrand (2005, S. 81) nehmen die folgende begriffliche Unterscheidung und Abgrenzung vor: "Der Begriff Empfindung wird im Allgemeinen für die unmittelbaren Effekte des Reizes benutzt, der auf ein Sinnesorgan einwirkt, und beinhaltet die Aktivität des Sinnesorqans selbst. Im Gegensatz dazu wird der Begriff der Wahrnehmung für die Nachwirkungen der Rezeptoraktivität verwendet, d. h. für Prozesse, die der Reizung folgen und die zentraleren kognitiven Funktionen des Organismus in Anspruch nehmen." Wodurch wir überhaupt imstande sind, Reize von außen wahrzunehmen, wird in der Wissenschaft von zwei gegensätzlichen Theorieansätzen zu beantworten versucht (vgl. Zimbardo/Gerrig (2004, S. 166)
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