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Traditionelle Satzgliedlehre

Überblick


  Die Wurzeln der traditionellen Satzgliedlehre reichen in ihren Ursprüngen bis auf den griechischen Philosophen Aristoteles (384-322 v. Chr.) zurück, "der in jedem Urteil (und das heißt grammatisch: in jeder Aussage) ein »Zugrundeliegendes« [...] von einem »darüber Ausgesagten« unterschied", auch wenn es ihm dabei nicht um Satzglieder, sondern "um Gesetzmäßigkeiten des Denkens" zu tun war. (Gallmann/Sitta 1992, S.4) Im Mittelalter tauchen die Begriffe »Objekt« und »Attribut« auf und von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert hinein kommt es zu einer weiteren Entwicklung grammatischer Begriffe, an denen die Grammatik der alten Sprachen und die entstehenden Grammatiken der neuen europäischen Nationalsprachen Anteil hatten.
Auf K. F. Becker im 19. Jahrhundert geht die Lehre von den fünf Satzgliedern zurück, die Subjekt, Prädikat, Objekt, Attribut und Adverbiale (mit jeweils weiter gehender Binnendifferenzierung) voneinander unterscheidet. Sie hat in der Folgezeit "in einem Siegeszug ohnegleichen die Schul- und Gebrauchsgrammatiken erobert" (Gallmann/Sitta 1992, S.6), auch wenn ihre spekulative Begründung höchst problematisch ist.
Allgemein gesehen haben diese und die daraus abgeleiteten Satzgliedtheorien einige Mängel, wovon das Fehlen einer
allgemeinen, übergreifenden Definition des Begriffs Satzglied der maßgebende ist. (vgl. Linke u.a. 1994, S.81f.)

Ungeachtet neuerer grammatischer Ansätze bei der Satzgliedlehre (vgl. Linke u.a. 1994, S.82f.) gehen wir, angesichts der unbestrittenen Vorherrschaft der Satzgliedlehre im Deutschunterricht,  bei der Darstellung zunächst weiterhin von diesem Ansatz aus.

 
     
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