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Jedermann kann sich heute, mit Petitionen über das Internet zu Wort melden
und auf diese Art und Weise "politisch mitmischen." Konnte man sich früher
nur an Massen- oder Sammelpetitionen durch eine eigenhändige Unterschrift
unter den Petitionstext beteiligen, genügt heute quasi ein Klick, um seine
Zustimmung zu einem bestimmten Anliegen zu signalisieren. E-Petitionen nennt
man solche Organisations- und Kommunikationsformen politischer Partizipation
und spricht in diesem Zusammenhang von E-Partizipation, um zu verdeutlichen,
dass diese Form der Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess in
unserer Gesellschaft über den elektronischen Weg erfolgt. E-Petitionen können zunächst einmal danach eingeteilt werden, welche Partizipationspfade sie anbieten. So kann man formelle von informellen E-Petitionen unterscheiden. "Formelle Petitionsangebote ermöglichen es den Bürgerinnen und
Bürgern in einem rechtlichen Rahmen meist auf den Webseiten öffentlicher
Institutionen, Petitionen einzureichen. Diese formellen Petitionsangebote
fließen auf Grund einer rechtlichen Grundlage in den politischen Meinungs-
und Entscheidungsprozess mit ein. Informelle Petitionssysteme
hingegen können als Kampagnen oder Kommunikationsprozesse angesehen werden,
die in keinen rechtlichen Rahmen fallen. Diese informellen Angebote dienen
hauptsächlich der Artikulation politischer Interessen und werden in der
Regel auf nicht-regierungsnahen Webseiten gesammelt.
Gert Egle, www.teachsam.de, 24.3.04) |
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Arbeitsanregungen:
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