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E-Partizipation kann - systematisch unter dem Blickwinkel der Transferrichtungen betrachtet - von oben (top down) oder von unten (bottom up) erfolgen. Während der Staat "von oben" agiert, tun es die Bürgerinnen und Bürger "von unten". (Roleff 2012) Partizipationsplattformen und Transparenzinitiativen stellen dabei die Mehrheit der Bottom-up-Bewegungen dar.
Der Staat, von dem die Top-Down-Partizipation ausgeht, agiert dabei in den Bereichen der elektronischen Verwaltung und der digitalen Konsultation. Die vom Staat ausgehende E-Partizipation wird auch E-Government genannt.
Man kann die verschiedenen Möglichkeiten elektronischer politischer Beteiligung (E-Partizipation) "von unten" auch wie folgt einteilen:
Diese Einteilung, die von »E-Demokratie.org , einer Webseite, die von »Christian Heise, einem Vorstandsmitglied der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und beim Förderverein Freie Netzwerke e.V. (u.a. freifunk.net) konzipiert und betrieben wird, vorgenommen wird, stellt die verschiedenen Formen elektronischer Beteiligung als Funktionsgruppen dar. Zugleich wird aber auch betont, dass es sich dabei um Idealtypen handelt, Mischformen also durchaus üblich sind (außer beim E-Wählen). Ohne Information keine echte Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess. So einfach lässt sich auf die Bedeutung der Information als Voraussetzung der politischen Partizipation ausdrücken. Ob und auf welche Art und Weise solche Informationen im Rahmen einer Einwegkommunikation verbreitet werden, gehört zu dieser elektronischen Beteiligungsform. (Mehr...) Wer sich Informationen über das politische Geschehen beschaffen will und über seine umfassende Information auch an der öffentlichen Kontrolle von Politik und politischen Entscheidungsträgern qualifiziert und insofern mündig teilhaben will, muss sich verlässlich und frei darüber informieren können, "was in den staatlichen Einrichtungen getan, was nicht getan, was geplant und verhindert wird." Aus diesem Grund "stellt Transparenz eine besondere Form der Information über die Handlungen der politischen Akteure dar. Im weiteren Sinne zählen dazu auch die Art der Aufbereitung (z.B. Open Data) und der Zugänglichkeit der Informationen (z.B. Open Government)." (Christian Heise/E-Demokratie.org, CC-BY 3.0 DE) (Mehr...) Die moderne Kommunikationstechnik stellt eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, mit der Bürgerinnen und Bürger bei politischen Entscheidungen einbezogen werden könnten. Ist ihre Beteiligung an öffentlichen Diskursen wie bei Modellen »deliberativer Demokratie unverzichtbar, dann kommt den verschiedenen Formen des Bürgerdialogs, bei dem die Bürger bei politischen Entscheidungen mitsprechen und in institutionell geregelter Weise konsultiert werden, ein besonderes Gewicht zu. (Mehr ...) Jedermann kann sich heute, mit Petitionen über das Internet zu Wort melden und auf diese Art und Weise "politisch mitmischen." Konnte man sich früher nur an Massen- oder Sammelpetitionen durch eine eigenhändige Unterschrift unter den Petitionstext beteiligen, genügt heute quasi ein Klick, um seine Zustimmung zu einem bestimmten Anliegen zu signalisieren. E-Petitionen nennt man solche Organisations- und Kommunikationsformen politischer Partizipation und spricht in diesem Zusammenhang von E-Partizipation, um zu verdeutlichen, dass diese Form der Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess in unserer Gesellschaft über den elektronischen Weg erfolgt. Dabei kann man formelle von informellen E-Petitionen (Advovacy Netwoks) unterscheiden. (Mehr ...) Politische Partizipation in jeder Form setzt auch stets voraus, dass sich Menschen, die es wollen, an der öffentlichen Diskussion über politische Vorhaben und Sachverhalte beteiligen können und einen freien Zugang zu solchen Diskursen haben. Dieses Prinzipien werden vor allem in den verschiedenen Modellen »deliberativer Demokratie hochgehalten. In deren Zentrum steht "der öffentliche Diskurs über alle politischen Themen, der auch als Deliberation bezeichnet wird." (Wikipedia.de, 12.12.14) Dabei gibt es eine ganze Reihe von Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das Ganze, insbesondere auch im Internet, funktioniert. (Mehr...) Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 22.12.2014 |
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Arbeitsanregungen:
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