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Frühe Neuzeit (ca. 1500-1800) Absolutismus und Aufklärung (ca. 1650–1789) Aufklärung

 
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Literaturepoche Aufklärung 1720-1785
»Der Begriff Aufklärung (Wikipedia)

Die • Aufklärung löst sich von der religiös vermittelten und bestimmten Betrachtung der Realität und setzt auf die vernunftbestimmte Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Danach ist die Vernunft "die einzige und letzte Instanz, die über Methoden, Wahrheit und Irrtum jeder Erkenntnis ebenso entscheidet wie über die Normen des eth., polit., sozialen Handelns." (Meyers Taschenlexikon, Geschichte Bd.1, S.127)  Die Gelehrten des 18. Jahrhunderts, die sich diese Positionen zu eigen machten, konnten sich mit den gesellschaftlich verordneten Weltbildern und Traditionen nicht mehr abfinden "und verdichteten die Erfahrung einer täuschungsgefährdeten menschlichen Wahrnehmung zum Imperativ des stetigen Zweifels." (Meyer 2018, S.13)

Dieses neue Denken wird bestimmt durch:

  • Rationalismus ( = kritisches, von der Vernunft bestimmtes Denken) und 

  • Empirismus ( = Ausgehen von dem durch Erfahrung Feststellbaren)

Ausgangspunkt ist dabei immer das erkennende Ich selbst. Der Mensch kann, weil er über eine eigene vernunftmäßige Begabung verfügt, auch zu einer vernünftigen, sprich vollständigen und einheitlichen Welterkenntnis gelangen. Und dazu braucht er - dies ist für die damalige Zeit geradezu revolutionär - keine göttliche Offenbarung oder gar Institutionen wie die Kirche, die ihm die göttliche Offenbarung auslegen. 

So steht • Immanuel Kants (1724-1804) berühmte Äußerung, Aufklärung sei der • "Ausgang der Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit" geradezu stellvertretend für den geistigen und gesellschaftlichen Anspruch der Aufklärung.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.07.2026

 

 
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