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Literaturepoche Aufklärung
1720-1785
»Der
Begriff Aufklärung (Wikipedia)
Die •
Aufklärung löst sich von der
religiös vermittelten und bestimmten Betrachtung der Realität und setzt
auf die vernunftbestimmte Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Danach
ist die Vernunft "die einzige und letzte Instanz, die über Methoden,
Wahrheit und Irrtum jeder Erkenntnis ebenso entscheidet wie über die
Normen des eth., polit., sozialen Handelns." (Meyers
Taschenlexikon, Geschichte Bd.1, S.127) Die Gelehrten des 18.
Jahrhunderts, die sich diese Positionen zu eigen machten, konnten sich
mit den gesellschaftlich verordneten Weltbildern und Traditionen nicht
mehr abfinden "und verdichteten die Erfahrung einer
täuschungsgefährdeten menschlichen Wahrnehmung zum Imperativ des
stetigen Zweifels." (Meyer 2018,
S.13)
Dieses
neue Denken wird bestimmt durch:
-
Rationalismus ( = kritisches, von der Vernunft bestimmtes
Denken) und
-
Empirismus ( = Ausgehen von dem durch Erfahrung
Feststellbaren)
Ausgangspunkt ist dabei immer
das erkennende Ich selbst. Der
Mensch kann, weil er über eine eigene vernunftmäßige Begabung verfügt,
auch zu einer vernünftigen, sprich vollständigen und einheitlichen
Welterkenntnis gelangen. Und dazu braucht er - dies ist für die damalige
Zeit geradezu revolutionär - keine göttliche Offenbarung oder gar
Institutionen wie die Kirche, die ihm die göttliche Offenbarung
auslegen.
So steht •
Immanuel Kants (1724-1804)
berühmte Äußerung, Aufklärung sei
der • "Ausgang der Menschen aus ihrer selbstverschuldeten
Unmündigkeit" geradezu stellvertretend für den geistigen und
gesellschaftlichen Anspruch der Aufklärung.
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
07.07.2026