|
1.
In meinem Aufsatz werde ich versuchen, die Ursachen für die Äußerung
„Hau ab, du Aids-Krüppel“ aufzuzeigen und darzustellen, wie man
Abhilfe schaffen kann. |
Ungeschickte
Einleitung: keine
Themafrage entwickelt; Fehler bei der
Betrachtung und Erschließung des Themas |
|
2.
Viele Erwachsene wissen, was Aids ist. Sie wissen, wie sie sich
davor schützen können. Wie Aids im Laufe der Zeit sich entwickelt,
ob es wirklich schlimm ist, wenn sie mit einem Aids-Kranken Kontakt
haben, das wissen sie nicht. Und
genau dieses Nicht-Wissen, dass ein Aids-Kranker nicht isoliert
werden darf, führt zu einem Verhalten, das total falsch ist. Kinder
sind nach viel naiver als Erwachsene. Sie kennen sich kaum aus und
können sehr unfair und gemein werden. Kinder, die mit Aids erkrankt
sind, werden von der Gesellschaft isoliert. |
Logische
Fehler: Einerseits wissen Erwachsene, wie man sich vor einer
Infektion schützen kann, andererseits wissen sie nicht, ob der
Kontakt ansteckend ist: einzelne Gedanken klarer trennen! Gedankenführung unklar und sprunghaft: Zunächst wird
(falsche Absatzgestaltung!) noch der Gedanke des vorigen Absatzes zu
Ende geführt, dann eine These über die Naivität der Kinder im Allgemeinen
aufgestellt, schließlich ohne argumentative Bindung die Isolierung
aidskranker Kinder erwähnt.
|
3.
Nach vielen Jahren, in denen die Aufklärung über die
Immunschwächekrankheit Aids stattgefunden hat, werden die infizierten
Personen immer noch zu Randgruppen abgestempelt bzw. wenig in die
Gesellschaft integriert. Häufig sind sogar Kinder, die überhaupt
nichts für ihre Erkrankung können, Mittelpunkte unüberlegter
Aggressionen. |
„historischer“
Einstieg, der klar zum Thema hinführt |
|
4. Von AIDS redet heute
eigentlich keiner mehr. Vielleicht gerade aus diesem
Grund werden Betroffene, wenn andere davon erfahren, oft
diskriminiert. Das ist auch bei Kindern nicht anders. |
|
|
5. Kindergärten sind längst
nicht mehr Orte, wo alles friedlich zugeht. Davon können
Kinder, die AIDS haben, ein Lied singen. |
|
|
6. Unsere Gesellschaft
verroht immer mehr. Das spüren vor allem diejenigen am
eigenen Leib, die aus irgendeinem Grund ins
gesellschaftliche Abseits geraten. Obdachlose,
Flüchtlinge, Kranke und Schwache. |
|