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Aspekte der Erzähltextanalyse: Borchert, Die Kirschen

Erzähltechnik und Sprache

 
FAChbereich Deutsch
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Strukturbegriffe der Erzähltextanalyse
Überblick
Auswahl (Zusammenstellungen wichtiger Strukturbegriffe)
Wer erzählt die Geschichte? (Aspekte zur Gestaltung der Erzählinstanz)
Wie wird erzählt? (Zeit, Modus, Stimme)
Was wird erzählt? (Handlung, erzählte Welt, Figur, Raum)
Analyse erzähltechnischer Mittel in der Schule: Auswahl

Baustein: Die Inhaltsangabe konzipieren

Erzähltextanalyse mit den Kategorien der traditionellen Erzähltheorie

Die folgende ▪ Analyse der erzähltechnischen (narrativen) Mittel, die in ▪ Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte ▪ »Die Kirschen« vorkommen, folgt den ▪ Strukturbegriffen der älteren Erzähltheorie, die bei der ▪ schulischen Interpretation erzählender Texte überwiegend verwendet werden. Zugleich werden aber aus didaktischen Gründen auch Begriffe der neueren Erzähltheorie verwendet, wenn sie ein bestimmtes Element verständlich und präzise bezeichnen.

Strukturbegriffe der älteren Erzähltheorie

ABC der schulischen Erzähltextanalyse

Erzähltechnische Mittel im Überblick

Die wichtigsten erzähltechnischen Mittel in ▪ »Die Kirschen« werden nachfolgend auf der Grundlage der traditionellen Erzähltheorie in einer Übersicht dargestellt.

Darbietungsformen:

  • fiktionaler Bericht zur Darbietung von Geschehen z.B.

  • "Der Kranke stand auf. Er schob sich die Wand entlang. Dann sah er durch die Tür, dass sein Vater auf der Erde saß."

  • "Er sah auf die Hand." 

  • "Der Vater versuchte aufzustehen und verzog das Gesicht."

  • "Der Vater sah ihn hilflos von unten an."

  • "Der Kranke schob sich an der Wand zurück zu seinem Bett. Als der Vater mit den Kirschen kam, hatte er den Kopf tief unter die Decke gesteckt."

Zeitgestaltung

Raumgestaltung

  • Handlungsraum: Wohnung, Kinder- bzw. Krankenzimmer mit Bett und weiterer Raum, womöglich Küche, ohne weitere Angaben und räumliche Perspektivierung, abgesehen von dem unten am Boden sitzenden Vater und dem auf ihn herabsehenden Jungen 

Figurengestaltung 

  • Aspekte der Figurencharakterisierung

    • Junge, der krank ist und Fieber hat; verdächtigt den Vater, ihm "seine", von der Mutter für ihn kaltgestellten Kirschen wegessen zu wollen und muss erkennen, dass er einem Vorurteil aufgesessen ist

    • Vater, der beim Versuch seinem kranken Sohn die kalten Kirschen zuzubereiten aus irgendeinem Grund gestürzt ist und unter Schmerzen offenbar große Schwierigkeiten hat, ohne Hilfe wieder hochzukommen; bei dem Sturz ist eine Lieblingstasse seiner Frau kaputtgegangen und er befürchtet, dafür geschimpft zu werden   

Erzählperspektive  

  • Überwiegend personale Erzählperspektive (Wahrnehmungsperspektive (figurale perzeptive Perspektive des Jungen). Dies lässt sich z. B. an folgenden Textstellen zeigen

    • "Nebenan ..."

    • "Dann sah er durch die Türe ..."

    • "Er hatte die ganze Hand voller Kirschsaft." (Ein allwissender Erzähler wüsste dies besser!)

    • "Der Vater sah ihn hilflos von unten an."

    • Innensicht auf die des fieberkranken Jungen beschränkt

  • Am Ende auktoriales Erzählen (narratoriale sprachliche Perspektive) "Als der Vater mit den Kirschen kam, ....)

Textsorte

  • Kurzgeschichte: unvermittelter Beginn, offener Schluss; Alltäglichkeit der Sprache, des Ortes, der Personen; Kürze; Punktualität der Zeit, des Ortes, der Personen, der Handlung

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.06.2020

   
 

 
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