Ein allgemeines Modell der Kommunikation
Die
so genannte Sprechakttheorie
wurde v
»John Austin (1911-1960) begründet und
»John R. Searle
(geb. 1932) weiterentwickelt. Sprechen wird in dieser Theorie als
kommunikatives und soziales Handeln verstanden. In einem einzelnen Sprechakt
werden dabei gleichzeitig drei bzw. vier Teilakte vollzogen. Man unterscheidet
Das Beispiel "Das Haus ist schön" wird hier unter den Aspekten dreier
Teilakte betrachtet.
Der Äußerungsakt besteht in der Äußerung von Lauten, Wörtern und Sätzen.
Bei diesem Teilakt geht es also um die Ausdruckskomponente einer Äußerung,
und demzufolge um die lautlichen (phonetischen), wortschatzbezogenen
(lexikalischen) und grammatisch-syntaktischen Seiten einer Sprechhandlung.

Der propositionale Akt bezieht sich auf den Inhalt der Äußerung. Dieser
Teilakt besteht nach Searle aus dem Referenzakt
und dem Prädikationsakt. Beim Vollzug
eines propositionalen Aktes wird auf ein außersprachliches Objekt verwiesen
bzw. referenziert, indem diesem Objekt bestimmte Eigenschaften zugewiesen
werden (Prädikation). Oder anders ausgedrückt: Beim propositionalen Akt geht
es darum, "dass man sich auf etwas bezieht (Referenz) und darüber
etwas aussagt (Prädikation)." (Holly
2001, S. 17)
Mit dem Inhalt jeder Äußerung und jeder Äußerung selbst wird eine
bestimmte Absicht/Intention (= Illokution)
verfolgt. Damit erhält die Äußerung auch eine bestimmte
kommunikative Geltung. Mit diesem
Teilakt wird also verdeutlicht, ob die Äußerung als Behauptung,
Aufforderung, Frage, Wunsch usw. gelten bzw. aufgefasst werden soll. Die gleiche Proposition, "dass das Haus schön ist" könnte mit verschiedenen
Illokutionen kombiniert werden:
-
Ist das Haus schön? (Frage)
-
Hoffentlich ist das Haus schön?
(Wunsch)
-
Das Haus wird schön sein. (Vorhersage)
Gert Egle. zuletzt bearbeitet am:
28.08.2026
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