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Angststörungen

Formen

 
 
 

Man unterscheidet im Bereich der psychischen Störungen gemeinhin die folgenden Angststörungen voneinander:

 

Generalisierte Angststörung Jemand ist über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten fast immer ängstlich oder besorgt, ohne dass dafür eine bedrohliche Ursache auszumachen ist. z. B. Erregungszustand einhergehend mit dauernder Muskelspannung, Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen und leichter Ermüdbarkeit
Panikstörung Jemand erlebt ganz unerwartet Gefühle von Panik, die von starker Furcht bzw. Besorgnis begleitet werden.

Agoraphobie: Angst vor öffentlichen Plätzen oder großen Räumen, aus denen man nur schwer fliehen bzw. ein solcher Rückzug peinlich wäre.

Panikattacken dauern manchmal nur wenige Minuten an; Betroffene fangen damit an, sich große Sorgen zu machen, empfinden Furch oder Schrecken. Begleitet von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwindel, Erstickungsgefühlen u. a.;
Phobien Beständige und irrationale Angst vor bestimmten Objekten, Aktivitäten oder Situationen, die im Verhältnis zu der wirklichen Bedrohung übertrieben und unbegründet ist.

Soziale Phobien entstehen durch das Antizipieren (= geistige Vorwegnehmen) bestimmter öffentlicher Situationen, bei denen man von anderen beobachtet werden kann.

Spezifische Phobien treten im Zusammenhang mit bestimmten Situationen oder Objekten auf.

Unterschied Furcht und Phobie:

  • Furcht = rationale Reaktion auf eine tatsächlich vorhandene und erkannte Gefahr

  • Phobie = s.o.

Phobien, die besonders häufig auftreten:
Zwangsstörungen Zwangsgedanken - Ideen, Vorstellungen, Bilder oder bestimmte Impulse - können nicht unterdrückt werden und treten immer wieder auf oder sind immer vorhanden.

Zwangshandlungen - zweckorientierte Handlungen, die ständig wiederkehren, und in irgendwie ritualisierter Weise bzw. unter Beachtung bestimmter Regeln immer wieder wiederholt werden.

Zwangsgedanken kommen den Betroffenen sinnlos und widerwärtig vor. Sie sind für sie nicht akzeptabel und können so bedrängend werden, dass an ein geregeltes berufliches bzw. gesellschaftliches Leben nicht zu denken ist.

Zwangshandlungen können von den Betroffenen in entspannten Situationen zwar erkannt, meist aber dennoch nicht kontrolliert werden;
z. B. übertriebener Drang, sich zu waschen oder  nachzusehen, ob alle Fenster geschlossen oder sämtliche Lichter oder Geräte ausgeschaltet sind.

Posttraumatische Belastungsstörung Ein traumatisches Ereignis wird in Form von Erinnerungen, Träumen, Halluzinationen oder dissoziativen Flashbacks wiedererlebt.  

(vgl.  Zimbardo/Gerrig 2004, S.666-672)

 

 
     
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