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Handlungswissen

Überblick


Das Handlungswissen stellt in der Modellvorstellung von Ryle, Baumgartner u. a. im Gegensatz zum  theoretischen Wissen das praktische Wissen, das Können, dar.

Unter Handlungswissen  versteht man Fertigkeiten, die sich in ausführbaren Tätigkeiten als praktisches Wissen äußern. Es ist "Können", das aufgrund von körperlicher Erfahrung und Übung erworben worden ist (vgl. Jarz 1997, S.77)

  • Im Gegensatz zum theoretischen Wissen  (Faktenwissen, Anwendungswissen) umfasst Handlungswissen Erkennens- und Handlungsprozesse auf der Ebene von Fertigkeiten. Es ist nur schwer explizierbar und besitzt einen großen Anteil von implizitem Wissen. (vgl. a.a.O.,  S.89) Man kann es verstehen als "eine Art Alltagswissen, wie beispielsweise Schwimmen. Rad- und Autofahren, Schachspielen, Klavier spielen oder ärztliche Diagnostik." (a.a.O., S.77) 

  • Handlungswissen stützt sich auf Anwendungswissen und dieses auf Faktenwissen. (vgl. a.a.O., S.89) 

  • Fertigkeiten lassen sich zu Fertigkeitstypen zusammenfassen: kognitive, psychomotorische, affektive und sozial-interaktive Fertigkeiten.

  • Wie Handlungswissen mit seinem überwiegenden Anteil an implizitem Wissen gespeichert (repräsentiert) wird, ist nicht vollständig geklärt. Einen Erklärungsansatz bietet Theorie der so genannten mentalen Modelle. Ferner deutet manches auch darauf hin, dass außer  Gehirnzellen auch Körperzellen über eine Art Gedächtnis verfügen, das ein bestimmtes genetisch determiniertes Repertoire an Befehlen, Programmen und Erinnerungen zur Steuerung wichtiger Lebensfunktionen enthält. (vgl. a.a.O., S.83)

        
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