Home
Nach oben
Zurück
 

 

Textproduktive Verfahren

Übungen zur sprachlichen Gestaltung 5

Erzähltempus


Beim Um- und Weitererzählen einer vorgegebenen Geschichte hängt die Wahl der Zeitform (Tempus) des Erzählens letzten Endes davon ab, in welchem Tempus die vorgegebene Geschichte gestaltet ist. Handelt es sich um einen Erzähltext, dann wird er entweder in der Vergangenheitsform (Imperfekt oder auch Präteritum genannt) erzählt sein oder u. U. auch in der Gegenwartsform (Indikativ). Beim Weiter- und Umerzählen ist man mit der Verwendung des Präteritums (episches Präteritum) aber stets auf der sicheren Seite.

Übung 1:
Anna ist schwanger. Sie hat sich schon einige Zeit große Sorgen gemacht, wie das vor allem ihr Vater aufnehmen würde, dessen abfällige Bemerkungen über die Kindsmütter sie schon all die Jahre anhörte. Jetzt aber hat sie keine Wahl. Nach dem Abendessen hat sie allen Mut zusammengenommen und zu ihrem Vater gesagt: "Papa, ich muss dir was sagen." Ihr Vater hatte aber schon den Fernseher an. Kein guter Augenblick, denkt Anna noch, als ihr Vater alles abbügelt mit "Jetzt nicht Anna, jetzt will ich die Nachrichten sehen." Anna lässt aber nicht locker. Es musste einfach heraus. Jetzt oder nie muss sie es loswerden. So hat sie sich zunächst einmal aufs Sofa gesetzt und ihn angesehen. "Was denn nu?" hat ihr Vater dann wissen wollen, dabei aber den Blick vom Fernseher nicht abgewendet. "Papa, ich bekomme ein Kind" hat sie dann gesagt. Papa macht den Fernseher aus und sagt erst mal gar nichts. Anna standen die Tränen in den Augen.

Aufgabe 1:
Überarbeiten Sie die kurze Geschichte, indem Sie alle Verbformen ins Präteritum setzen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 01.10.2016

     
  Überblick ] Weitererzählen ] Umerzählen ] Prüfungsaufgaben ] Bausteine ]  
 

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de