Home
Nach oben
Baustein 2.1
Zurück
Weiter
 

 

Gert Egle (2003): Das bequeme Geschlecht

Inhaltliche Gliederung


Der Text »Das bequeme Geschlecht« lässt sich in der folgenden Art und Weise ausführlich gliedern. Die Gliederung folgt dabei, der im Parallelkonspekt dazu erarbeiteten Struktur

I. Lebensentwürfe von Männer und Frauen aus der Sicht der Männer
(= Einbettung)

II. Der Stand der Arbeitsteilung in Partnerschaft und Familie in Deutschland

1. Seit 1993 hat sich Situation kaum verändert

  1. verhältnismäßig leichte Verbesserung zu Gunsten der Frauen
  2. 1,5-fach mehr unbezahlte Arbeit von Frauen

2. Differenzierung nach Haushaltsformen

  1. je nach Lebensform unterschiedliche Verhältnisse
  2. Frauen arbeiten Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit zusammen genommen eine Stunde mehr als Männer pro Woche
  3. Grundproblem aber: Wie wird die Aufteilung organisiert?
  4. wahrscheinlich überwiegend keine partnerschaftlichen Lösung

  5. Männer entziehen sich der unbezahlten Hausarbeit im engeren Sinne

  6. Frauen arbeiten im Haushalt i. e. das Doppelte

  7. Arbeitsteilung stark von der Art der Erwerbstätigkeit abhängig

  8. trotzdem arbeiten Frauen im Durchschnitt zwischen einer Dreiviertelstunde und 4 1/4 Stunden länger im Haushalt

3. Die Art der Beteiligung von Männern bei der Hausarbeit differenziert nach Haushaltsformen

  1. Erwerbstätige Männer mit Fulltime-Hausfrau
  2. Auch wenn Frau arbeitet, übernehmen Männer häufig nur unter Druck Hausarbeiten

III. Ausreden, Argumente und Strategien der Männer zur Erhaltung des derzeitigen Zustandes

1. Gängige männliche Definition der Beteiligung bei der Hausarbeit: Mithelfen

  1. keine dauerhafte Übernahme bestimmter Pflichten, weil "freiwillige Zusatzleistung"
  2. "Rosinen" werden herausgepickt (keine Putzarbeiten!)
  3. Frauen haben dafür dankbar zu sein

2. Allmählicher Imagewandel

  1. Standardausreden
  2. "Schmutztoleranzargument"
  3. keine Begabung für Hausarbeiten

3. "Argumente" der Männer und ihre Widerlegung

  1. Männliches Hauptargument: handwerkliche Arbeiten und Reparieren und Renovieren gegenrechnen
    In diesem Bereich (!) arbeiten Männer doppelt so viel wie Frauen.
  2. Gegenargumente:
    • aber solche Arbeiten machen auch bei Männern gerade 12% ihrer unbezahlten Arbeit aus
    • dies sind stets zeitlich befristete Vorhaben und Tätigkeiten
    • dies sind stets zeitlich befristete Vorhaben und Tätigkeiten
    • lebenslange damit nicht einmal ansatzweise (!) aufgewogen
    • Frauen leisten dazu noch die gesamte Beziehungsarbeit und übernehmen die Pflege von Familienangehörigen
  3. Männer kümmern sich heutzutage mehr um die Kinder
  4. Gegenargument: meist im Freizeitbereich, tägliche Arbeit mit den Kindern aber weiterhin Frauensache

IV. Möglichkeiten und Maßnahmen zur Verbesserung partnerschaftlicher Arbeitsteilung

1. Gesetzliche Regelungen schaffen nur bedingt Abhilfe

  1. zwar Fortschritte
  2. aber: kaum Ausstrahlung in Partnerschaften hinein  (s. Erziehungsurlaub)

2. Abhilfemaßnahmen

  1. neues Selbstverständnis von Männern muss sich entwickeln (Gleichwertigkeit von Beruf und Partnerschaft o. Familie)
  2. Gesellschaft muss Wert unbezahlter Arbeit höher schätzen
  3. Schaffen von Voraussetzungen für eine partnerschaftlich orientierte Aufteilung
  4. Schulische Erziehung gegen Klischees von der weiblichen (Hausfrauen-) Rolle und gegen Vorurteile gegenüber Hausmännern
  5. Am wichtigsten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! im Berufsleben

 

 

                 
Bausteine ]
                     

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de