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Projekt Fleischkonsum

Ernährungsentscheidung und Interessenlagen

Ergänzungsmaterialien zur Statistik


Die Interpretation der Statistik "Ernährungsentscheidung und Interessenlagen", die im Rahmen der Shell-Jugendstudie "Jugend 1997" erstellt worden ist, kann mit folgenden Ergänzungen erweitert werden, die allerdings der Statistik selbst nicht mehr entnommen werden können: 
  • Gesellschaftliche Probleme (z.B. Lehrstellenmangel, Arbeitslosigkeit) werden von beiden Gruppen mit gleicher Intensität wahrgenommen.
  • Nicht-Vegetarier kümmern sich mehr um mangelnde Freizeitmöglichkeiten und Geldprobleme.
  • Vegetarier bewegt mehr, was mit der Umwelt los ist, sie kümmern sich mehr um soziale Ungerechtigkeiten, schlagen sich mit zwischenmenschlichen Konflikten in ihrer näheren Umgebung und mit Problemen beim Erwachsenwerden herum.
  • Nicht-Vegetarier sind "anpassungsbereiter, stärker in die private Sphäre zurückgezogen und pragmatischer orientiert, aber dennoch haben sie de facto nicht weniger Erfahrungen mit politischen Aktivitäten als die 'Vegetarier'." (S.354)
  • Bei den Nicht-Vegetariern stehen Sportler gefolgt von Schauspielern und dem eigenen Vater an erster Stelle der genannten Vorbilder. Vegetarier dagegen nennen zuerst Schauspieler/Künstler, dann Sportler und schließlich Verwandte, wobei die Mutter stärkeres Gewicht besitzt,
  • Technisch sind die Vegetarier deutlich weniger (55 % Interessierte)  interessiert als die Nicht-Vegetarier (70%).
  • Musikgruppen-, Techno- und Discofans sind in beiden Gruppen gleichermaßen vertreten.
  • Auffällig dagegen "die stärkere Ausdifferenzierung der Pro- und Kontrapositionen bei den 'Vegetariern' hinsichtlich sozialer Protestbewegungen. Die sozialen Reform- und Gegenbewegungen (Umweltschützer/Ökobewegung, Gentechnologie- und Kernkraftgegner, Menschenrechtsgruppen, Dritte-Welt-Bewegung, Tierschützer, aber auch Autonome, Hausbesetzer und Punks) erfreuen sich wie die okkulten Gruppen bei den 'Vegetariern' einer überdurchschnittlichen Popularität. Die gewaltbereiten Gruppenstile der 'rechten Szene' hingegen werden von den 'Vegetariern' stärker abgelehnt als von den 'Nicht-Vegetariern'." (S.354)

 

(vgl. Jugend '97: Zukunftsperspektiven, Gesellschaftliches Engagement, Politische Orientierungen, hg. v. Jugendwerk der Deutschen Shell, Opladen: Leske und Budrich 1997, S.353f.)
 

      
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