Rhetorische Mittel in Slogans

Überblick

 
 
 

Um ihren vielfältigen Funktionen gerecht werden zu können, kommen in Slogans zahlreiche rhetorische Mittel auf Wort- und Satzebene zum Einsatz. Die in der Werbefachliteratur auffindbaren Listen solcher Mittel weichen je nach untersuchtem Textkorpus zum Teil erheblich voneinander ab. (vgl. Baumgart 1992, S.47f.)

Wortbezogene rhetorische Mittel in Werbeslogans

Nach Manuela Baumgart (1992, S.52-58) sind die folgenden 10 wortbezogenen rhetorischen Mittel für Slogans typisch:

  1. Neubildung (Neologismus)

  2. Veralteter Ausdruck (Archaismus)

  3. Fremdwort

  4. Jargonwort

  5. Fachwort

  6. Metapher

  7. Beschönigung (Euphemismus)

  8. Entkonkretisierung

  9. Komparativ

  10. Superlativ

Satzbezogene rhetorische Mittel in Werbeslogans

Nach Manuela Baumgart (1992, S.58-67) sind die folgenden 32 satzbezogenen rhetorischen Mittel für Slogans typisch:

  1. Doppelung

  2. Anspielung

  3. Verdeutlichung

  4. Bekräftigung

  5. Steigerung (Klimax)

  6. Übertreibung (Hyperbel)

  7. Vergleich (Simile)

  8. Sentenz (Vetustas)

  9. Hendiadyoin

  10. Tautologie

  11. Litotes

  12. Paradoxon

  13. Wortspiel (Ambiguität)

  14. Negation

  15. Asyndeton

  16. Antihese (Antitheton)

  17. Explizite Ellipse

  18. Zweierfigur

  19. Dreierfigur

  20. Kreuzstellung (Chiasmus)

  21. Allgemeine Behauptung

  22. Emphase

  23. Satzbruch (Anakoluth)

  24. Rhetorische Frage

  25. Anruf

  26. Befehl (Imperativ/Dictum)

  27. Bescheidenheit (Humilitas)

  28. Anheimstellung

  29. Personifizierung

  30. Zugeständnis

  31. Reim

  32. Bezeugung (Testimonium)

Überschneidungen zwischen einzelnen rhetorischen Figuren, insbesondere auch zwischen den Figuren der wortbezogenen und sachbezogenen Ebene, lassen sich allerdings nicht vermeiden. Mitunter bedingen sich manche der genannten rhetorischen Mittel auch gegenseitig.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

 

 
       
   
      

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