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Big Brother

Überblick

 
 

Die deutsche Version der Reality-Soap von Big Brother ist der erste Nachfolger der gleichnamigen holländischen Sendung, die von EndeMol Entertainment produziert wird. Mit dem Reality-TV à la Big Brother ist Fernsehen und Internet zum ersten Mal wohl in einem derartigen Umfang miteinander verschmolzen. Auf einer von RTL2 und EndeMol eingerichteten Web Seite im Internet kann man den ganzen Tag mit Webcams kostenlos ins Big Brother-Haus hineinsehen. Damit hat das Fernsehformat Reality-TV, das schon seit einiger Zeit existiert, eine neue, überaus erfolgreiche Spielart gewonnen.

»Big Brother wird nach Angaben von Wikipedia ein in fast 70 Ländern ausgestrahlt. Das »Fernsehformat des »Reality-TV-Genres darstellt, wurde erstmals im Jahr 1999 produziert. "Die Rechte an der jeweils lokal produzierten Show besitzt die niederländische Firma »Endemol Entertainment. In Deutschland wird Big Brother auf dem privaten Sender »RTL II und seit der fünften Staffel auf Premiere bzw. ab der zehnten Staffel bei »Sky Deutschland (ehemals Premiere) sowie »Clipfish als 24-Stunden-»Livestream, der rund um die Uhr Bilder aus dem Big-Brother-Haus sendet, ausgestrahlt.Das von Land zu Land leicht variierende Konzept der Sendung besteht darin, dass eine Gruppe von Menschen zum Teil mehrere Monate lang in einem als Wohnumgebung eingerichteten Fernsehstudio ('Container') miteinander lebt, oft strukturiert und aufgelockert durch von der Produktionsfirma vorgegebene Wettbewerbe und Spiele. Das Leben der Teilnehmenden wird rund um die Uhr von Fernsehkameras aufgezeichnet und regelmäßig als Zusammenschnitt von 'Highlights' im Fernsehen ausgestrahlt." (Wikipedia, 8.5.2012)

Wie es dazu kommt, dass sich Menschen in einer medialen Rund-um-Öffentlichkeit ihr "angeblich Privates und Intimes gegen die Aufmerksamkeit großer Publika (Popularität) tauschen", und dies unter der Regie von Reportern, Redakteuren, Moderatoren und Regisseuren, welche "die Rolle von Jägern und Aufsehern" innehaben, "die das Wild nach Bestand stellen, zur Strecke bringen, sortieren, präparieren, vorführen und auswaiden" (Westerbarkey 2000, S.71), auch noch freiwillig tun, lässt sich nur unter Verweis auf gesellschaftliche Aspekte erklären. Dazu gehören u. a. "schmerzliche Beachtungsdefizite (die in Massenkulturen normal sind), Selbstwertprobleme und gelegentlich auch 'verwerfliche Motive' wie Vergeltungswünsche oder erhoffte Karrierevorteile", für die es sich offenbar für viele lohnt "sich den medialen Kopfgeldjägern und ungezählten anonymen Voyeuren auszuliefern: Für ein paar Minuten Ruhm lassen viel ihre Hüllen und manche Maske ihres Selbst fallen" und ent-eignen sich so partiell selbst. (ebd.)

 

 

     
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