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Perivan Özbe* aus einem Dorf nahe der Stadt Kastamonu (Türkei),
lebt in Geretshofen
"Dort, wo ich herkomme, besitzt jede Familie kleine Glasvitrinen,
die mit Kopftüchern gefüllt sind. Wir nennen sie Yaglik. Selbst die
ärmsten Familien haben zwei Vitrinen mit Yagliks zu Hause. Die Vitrinen
stehen im Schlafzimmer, oft über dem Kleiderschrank. In jede passen 40
bis 50 Yagliks. Wir schauen sie mit ihren verschiedenen Borten immer
wieder gerne an. Diese Borten nennen wir Oya."
Bild___: "Wenn die Kinder mich ärgern und ich dann
Kopfschmerzen habe, binde ich das Tuch so. Ich lege mich hin, binde mein
Tuch ganz fest und merke, wie es meinen Kopf zusammenhält. Es ist
natürlich auch eine Gewohnheitssache. In unserer Familie macht man es. Überhaupt
binden viele Frauen, die Kopfschmerzen haben, die Tücher so
fest."
Bild___: "Dieses Tuch nehme ich, wenn ich Besuche mache oder
spazieren gehe, passend zur Farbe meiner Kleidung. Den Stoff aus Georgette
habe ich in der Türkei gekauft."
Bild___: "Dieses Tuch nehme ich, wenn ich arbeite. Wenn ich
morgens aufstehe, dann muss ich meine Haare ganz fest bedecken. Das Ende
des Tuches stecke ich auch fest. Wenn ich das Tuch nicht festbinde, dann
komme ich mir sehr unbeholfen vor. Ich habe dann keine Freude an der
Arbeit."
Bild___: "Wenn es Sommer ist und man sich ein Kleid aus
Baumwolle angezogen hat, an warmen Tagen, wenn man auf dem Diwan sitzt und
sich mit Freundinnen unterhält, Tee oder Kaffee trinkt, dann bedecken die
Frauen ihre Haare so. Wir nennen es die 'gemütliche Art'."
(Bild-Montage aus Bildern der
FWU-Diareihe
10 02979; Texte aus dem Beiheft, veröffentlicht mit freundl.
Genehmigung des
FWU)
* Namen und sonstige Angaben zur Person sind frei erfunden;
mögliche Übereinstimmungen rein zufällig |
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