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Helga Waglechner aus Getzersdorf in
Oberösterreich, lebt heute in Frankfurt
"Ich habe das Kopftuch von den Kleidungs-
gewohnheiten meiner Mutter übernommen. Ich finde einfach das
Kopftuch bequemer als jede andere Kopfbedeckung. Meine Frisur ist
selten so, dass sie mir gut gefällt. Also nehme ich ein Tuch, das
kostet nicht soviel Zeit. Wenn ich mich gut fühle, nehme ich gerne
blau und türkis, wenn ich mich an einem Tag hässlich fühle, mache
ich das mit einem hübschen Kopftuch wieder gut, also zumindest
bilde ich mir das ein." |
Bild___: "Ich möchte im Winter den Kopf richtig warm
haben. Die Stirn soll warm sein. Die Mütze kratzt mich, weil ich alles in
die Stirn hereinsetze, damit die Stirn warm ist."
Bild___: "Dieser Turban mit Ohrenschutz ist aber ein modischer
Gag, Spielerei, modische Spielerei, sich zu gestalten. Das hat mit
Kopftuchtradition nichts zu tun."
Bild___: "Im Sommer nehme ich einfache Baumwolle, Batist oder
Seide. Seide ist ganz toll am Kopf, deshalb setze ich sie ganz tief."
Bild___: "Abends komme ich öfter in Verlegenheit, wenn meine
Haare nicht frisch gewaschen sind und ich mit meinem Mann irgendwohin
gehen muss. Hüte, das war für mich immer mehr Karneval. Irgendwo kam ich
mir mit einem Hut aufgeputzt vor. So ein Gefühl habe ich beim Kopftuch
noch nie gehabt, dass ich mich damit aufdonnere. Ich trage es abends meist
mit langen Ohrringen. Ich finde, man bekommt dadurch eine besondere
Eleganz."
(Bild-Montage aus Bildern der
FWU-Diareihe
10 02979; Texte aus dem Beiheft, veröffentlicht mit freundl.
Genehmigung des
FWU)
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