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Margarete Erber aus Neunkirchen in Oberfranken
"Das Umkleiden hat viel der Krieg mitgebracht, weil man halt
die [Trachten-]Stoffe nicht mehr gekriegt hat. Kurz nach dem Krieg,
da hab' ich halt auch meine Tracht abgelegt. Aber da hat mein Mann
gesagt, ich soll sie wieder tragen, und mir ist das auch
entgegengekommen, weil ich alles gehabt habe, schon von daheim, und
das Neue hätte ich alles kaufen müssen." |
Bild ___: "Das ist das Kopftüchle, wie's am Sonntag und
Festtag zur Tracht gehört. Es ist ein gesticktes Wolltuch. Ich habe es
1933 an Weihnachten gekriegt. Solche haben wir heute noch an den großen
Festtagen auf."
Bild ___: "Im Winter, wenn es kalt ist, nehmen wir einen Schal
um. Und wenn es noch kälter ist, setzt man den Schal auf den Kopf. Dass
man halt wärmer ist. Das ist' wie wenn Sie den Mantel anhaben. Für die
Werktage hat man einen wollenen, braunkariert oder grünkariert, und für
sonntags einen Plüschschal."
Bild ___: "Das ist ein einfaches Kopftüchle für den Werktag,
mehr für die Übergangszeit. Das ist nach hinten gebunden. Im Winter
bind' ich es 'reinwärts [unter dem Kinn], aber im· Sommer wird's
hinterwärts [im Nacken] gebunden."
Bild ___: "Solche Tücher trägt man, wenn man in die Stadt
geht oder auf eine Kirchweih oder auf eine Wallfahrt. Jetzt habe ich das
Tuch ,reingebunden. Das ist eigentlich verkehrt für unsere Tracht. Die
Flüchtlingsfrauen haben das so aufgebracht. Die haben das mitgebracht."
(Bild-Montage aus Bildern der
FWU-Diareihe
10 02979; Texte aus dem Beiheft, veröffentlicht mit freundl.
Genehmigung des
FWU)
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