Das eigene Leben,
das die Menschen in hochdifferenzierten Gesellschaften führen,
bietet nach Auffassung des Soziologen »Ulrich
Beck (1944-2015) bis dahin nicht gekannte Möglichkeiten. Zugleich zwingt es
den Menschen aber auch dazu, das eigene Leben unter den
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Postmoderne selbst
aktiv zu gestalten, auch wenn es noch immer von "Unvereinbarkeiten, den Ruinen
der Traditionen, dem Gerümpel der Nebenfolgen"
(1995 S. 9)
mitgeprägt ist.
Die
Entwicklungsprozesse, die dahin führten und die Zukunft auf
unabsehbare Zeit mitbestimmen, werden mit dem Begriff der
Individualisierung bezeichnet. Im Kern bestehen diese Prozesse
darin, dass sich bestimmte industriegesellschaftliche
Lebensformen (Klasse, Schicht, Geschlechterrolle oder Familie)
auflösen und abgelöst werden durch Lebensformen, in denen die
Individuen ihre Biographie selbst herstellen, inszenieren und
selbst aktiv zusammenschustern müssen. Die "normale" Biographie
wird auf diese Weise zu einer Wahl- bzw. zu einer
Bastelbiographie.
Zum "eigenen Leben" in der Postmoderne hat Beck
15 Thesen formuliert.
(Ulrich
Beck Eigenes Leben 1995, S.9-15) Von diesen Thesen sind hier acht
ausgewählt worden-
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Gert Egle. zuletzt bearbeitet am:
23.01.2025