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E-Partizipation

E-Information

 
 
  Auch das Internet ist inzwischen zu einem wichtigen Raum für die E-Partizipation geworden. Für die Gewinnung politischer Informationen durch die Nutzerinnen und Nutzer wird es zusehends wichtiger. Eine vom Institut für Demoskopie durchgeführte Studie aus dem Jahr 2011 (Infosys-Studie 2011) ermittelte, dass sich etwa 26 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren mehrmals in der Woche über Politik im Netz informieren (Köcher und Bruttel 2011, S.16, zit. n. Jungherr/Schoen 2013, S.52). Insofern lässt sich sagen, dass das Internet  "eine durchaus wichtige Quelle für politische Informationen" darstellt und zwar zunehmend auch auf Augenhöhe mit dem Fernsehen (ebd., S.52) Dahinter steht wohl ein gänzlich anderes Informationsverhalten, die sich als Information auf Knopfdruck darstellt. Politische Informationen werden von knapp der Hälfte der Internetnutzer inzwischen erst dann abgerufen, wenn sie in bestimmtes Thema oder Ereignis wirklich interessiert. Das Informationsverhalten insgesamt wird dadurch "stärker interessens- und ereignisgetrieben" und ist nicht mehr so sehr von festen Gewohnheiten, wie z. B. beim Fernsehen, geprägt. (vgl. Köcher und Bruttel 2011, S.16, zit. n. ebd., S.54)

Ohne Information keine echte Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess. So einfach lässt sich auf die Bedeutung der Information als Voraussetzung der politischen Partizipation ausdrücken.

»E-Demokratie.org , eine Webseite die von »Christian Heise, einem Vorstandsmitglied der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und beim Förderverein Freie Netzwerke e.V. (u.a. freifunk.net) konzipiert und betrieben wird, hat im Rahmen seiner idealtypischen Kategorisierung die nachfolgend dargestellten Merkmale herausgearbeitet.

Als Sender im Rahmen dieser Einwegkommunikation fungieren "unter anderem die formellen Informationsangebote, die durch staatliche Institutionen über elektronische Medien wie das Internet verbreitet werden. Formelle Informationsangebote sind gesetzlich geregelt, wie zum Beispiel Angebote im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes oder des Umweltinformationsgesetzes (vgl. BMI 2008: 18). Informelle Informationsangebote sind freiwillig motiviert. Dazu zählen Informationswebseiten der staatlichen Institutionen und Akteure sowie alle anderen Aktivitäten, die zur Veröffentlichung bestimmter Themen, Planungen oder Entscheidungen der Öffentlichkeit führen (sollen). Die Information durch die politische Administration hat zwei Ziele. Zum einen geht es um die Mobilisierung der Öffentlichkeit bei Konflikten und zu Beteiligungsmöglichkeiten in bestimmten Themen- oder Sachbereichen. Zum anderen geht es um die reine Information der Öffentlichkeit aus Legitimationsgründen und Verantwortungsabgabe. Der Zugang zu staatlichen Informationen kann aktiv und passiv gestaltet sein. Passiv bedeutet, dass dem Bürger auf Nachfragen Informationen geliefert werden, während der aktive Zugang auf der Informationsverbreitung in Eigeninitiative durch die öffentliche Verwaltung ausgelöst wird. Informationsangebote sind wesentliche Grundvoraussetzung für weitere Partizipationsmöglichkeiten, da sie gleiche Teilnahmebedingungen für die beteiligten Akteure darstellen." (Christian Heise/E-Demokratie.org, CC-BY 3.0 DE)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 22.12.2014

 
     
     
   Arbeitsanregungen:
  1. Arbeiten Sie die Merkmale, Funktion und Bedeutung von E-Information für den politischen Willensbildungsprozess heraus.

  2. Visualisieren Sie Ihr Ergebnis in geeigneter Form.

 
     
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