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Bausteine

Ein Leben in vier Minuten: Danielle

Strukturwandel Demografischer Wandel

 
fachbereich Politik
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Ein sehr beeindruckendes Beispiel für den Nachvollzug eines Alterungsprozesses, der sich binnen 4 Minuten in einem sehr langsamen Morphing-Verfahren abspielt, ist das Video von Anthony Cernello (2013) mit dem Titel "Danielle", das auf der Videoplattform Vimeo veröffentlicht worden ist.

Aber auch in verschiedenen bildlichen Darstellung spielt der Alterungsprozess des Menschen die zentrale Rolle.

Lebensalter in im Morphing-Verfahren von Künstlicher Intelligenz gestalteten Bildern

Mit künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich im Morphing-Verfahren mit entsprechenden Prompts Bilder generieren, die den Alterungsprozess eines Menschen veranschaulichen sollen.


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Lebenstreppen

»Lebenstreppen oder Alterstreppen waren ab dem 17. Jahrhundert sehr beliebt. Sie stellten die "Lebensphasen als organische Abfolge des Wachsens und Vergehens" (Schorn-Schütte 2009, S.264) dar. Oft wurden durch Tierallegoresen kommentiert, die zu unterschiedlichen Deutungen beim männlichen und weiblichen Geschlecht führten. So wurde z. B. "der alte fünfzigjährige Mann [...] gleichgesetzt mit dem schlauen Fuchs, der Sechzigjährige, der schon im hohen Alter stand, fand sich verglichen mit dem griesgrämigen, gefräßigen Wolf. Die fünfzigjährige alte Frau wurde gleichgesetzt mit dem wachsenden Kranich, die Sechzigjährige fand sich im Bild der Gans wieder, die mit Gier und Geschwätzigkeit identifiziert wurde." (Schorn-Schütte 2009, S.264)

Dabei wurde das menschlichen Leben meistens in zehn Stufen zu je zehn Jahren eingeteilt. Der Höhepunkt des Lebens wurde oft auf die fünfte Lebensdekade gesetzt, weil man dachte, dass der Mensch in diesem Alter am meisten erreicht hat. Die ersten Darstellungen von Lebenstreppen waren religiös. Später wurden sie durch Motive aus dem Alltag ersetzt. Lebenstreppen wurden für Männer und Frauen gemalt. Sie waren im 18. und 19. Jahrhundert sehr beliebt. Nach dem Ersten Weltkrieg bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie kaum noch gemalt.


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Leben- und Lebenserwartungen als barockes Motiv der Vergänglichkeit (Vanitas)

In der Zeit der Barock (1620-1700), in der die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen deutlich niedriger als heute lag - der Anteil alter Menschen über 55 Jahre betrug im 16. bis 18. Jahrhundert Schätzungen zufolge 5-10% der Gesamtbevölkerung (Schorn-Schütte 2009, S.263) - war das Vanitas-Motiv ein weit verbreitetes Motiv in der Literatur und der Bildenden Kunst.

Ein berühmtes Beispiel stellt dabei  Hans Baldungs (1485-1545) Gemälde »"Die drei Lebensalter und der Tod" (1509/1510) dar.


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Die schöne nackte junge Frau in der Bildmitte betrachtet sich und ihr langes blondes Haar andächtig im Spiegel. Dieser steht hier als Symbol für Eitelkeit, Hochmut und den Tod und damit der Vergänglichkeit. Die junge nackte Frau Frau achtet nicht auf den Tod, der als Personifikation hinter ihr steht, obwohl er drohend die sich drehende Sanduhr über ihren Kopf hält und bereits nach ihrem Jugendschleier greift. Die Art und Weise, wie derTod dargestellt ist, steht in starkem Kontrast zur jungen Frau. Er ist nicht als Skelett oder Sensenmann dargestellt, sondern als verwesender Körper mit Haarsträhnen und Hautfetzen, die vom Körper herabhängen. Die alte Frau links, die deren Gestalt leicht verdeckt ist, stellt sich dem Tod energisch entgegen, versucht ihn aber augenscheinlich vergeblich abzuwehren. Das Mädchen bzw. der Junge mit dem Steckenpferd am Boden verkörpert den Lebensabschnitt des noch unreifen Menschen und betrachtet die Szene durch den Schleier (der Jugend) der Frau. Nur schemenhaft kann er den Lebensweg und sein unausweichliches Ende erkennen. (vgl. Wkipedia)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 13.12.2024

    
   Arbeitsanregungen:
  1. Wie wirkt das Video auf Sie? Welche Botschaft sehen Sie dahinter?

  2. Vergleichen Sie Inhalt und Aussage der bildlichen Darstellungen zum Alterungsprozess eines Menschen miteinander.

 
 
 

 
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