Leistungsbeurteilung im Gruppenunterricht 

Arbeitsprozessbericht


Für die Auswertung des Gruppenunterrichts kann ein Arbeitsprozessbericht verwendet werden. Er stellt eine Art tagebuchartiger Protokollierung der Erfahrungen und Tätigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder dar. Wie Erika Feustel (1992, S.21) meint, kann dieser Bericht durchaus auch als schriftlicher Leistungsnachweis und Klausurersatz dienen.

Für die schematisierte Auswertung des eigenen Beitrags und der eigenen Erfahrungen bei der Gruppenarbeit, aber auch zur individuellen Beurteilung der Leistung der Arbeitsgruppe / des Teams kann ein persönlicher Arbeitsprozessbericht (PAPB) hilfreich sein. (vgl. Vorlage). Dieser kann im Übrigen auch als Grundlage für den vorgeschlagenen schriftlichen Leistungsnachweis dienen.

Für den Lehrer/die Lehrerin selbst gibt dieser Arbeitsprozessbericht ganz neue Einblicke in das individuelle Lernen des Einzelnen. Darüber hinaus, so betont Feustel (1992, S.21), ist bei den Arbeitsprozessberichten eine geschlechtsspezifische Differenzierung erkennbar:
"Beide berichten, was sie stofflich und methodisch gelernt haben und noch lernen möchten; Mädchen berichten darüber hinaus fast immer von Bewusstseins- und Verhaltensänderungen, d.h. sie beziehen ihre Arbeitsergebnisse und Erfahrungen sehr viel stärker als Jungen auf ihr persönliches Leben und ziehen daraus für sich Konsequenzen." 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

     
   

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