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Offene Lernprozesse coachen

Arbeitsziele, Arbeitsmaterialien, Strukturierung


Hofmann/Moser (2002, S.76f.) haben einen "Fragenkatalog zur Rekonstruktion individueller Lernprozesse" erarbeitet, der verschiedene Gesichtspunkte umfasst, über die ein Lehrer bzw. eine Lehrerin Informationen sammeln kann, während er die Schüler in ihrem Lernprozess beobachtet. Der nachfolgende Katalog ist in Anlehnung an diese Vorlage formuliert und um einige Gesichtspunkte ergänzt und erweitert. Er kann als Hilfe bei der Reflexion über die formulierten Arbeitsziele, die Qualität der bereitgestellten Arbeitsmaterialien und ihre Strukturierung verwendet werden, ist aber grundsätzlich offen für Ergänzungen. Außerdem empfiehlt es sich, einen oder ein paar wenige Beobachtungsgesichtspunkte auswählen.
 
ja >Tendenz sowohl/als auch <Tendenz nein

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Lassen sich mit den Arbeitsmaterialien, ihrem Inhalt und ihrer Struktur und der Organisation des Arbeitsprozesses die angestrebten Arbeits- und Lernziele für alle Schüler erreichen?

Wirkt die Vorgabe de/der angestrebten Lern- und Arbeitsziele motivierend?

  • Wie könnten die Arbeitsziele formuliert werden, um ihren Motivationsgrad zu erhöhen?

  • Lässt sich der Lebensweltbezug der Aufgabe verbessern?

  • Kann die Lernaufgabe einen klareren Kompetenzbezug erhalten?

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Sind die Lern- und Arbeitsaufgaben für die Schülerinnen und Schüler verständlich formuliert? Ist die Aufgabenstellung klar?

  • Ist die Sprache der Arbeitsaufgaben und der Arbeitsmaterialien: einfach statt kompliziert, kurz und prägnant, stimulierend, gegliedert, der Altersgruppe angemessen?

  • Sind die Aufgabenstellungen offen, aber nicht zu offen, oder zu eng gestellt?

  • Sind erforderliche Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler (z. B. erforderliche Arbeitsmethoden) hinreichend berücksichtigt?

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Erfüllen die für die kooperativen Lernprozesse vorgesehenen Arbeitsaufgaben die Kriterien, an denen solche Lerninstruktionen für die Gruppenarbeit orientieren sollten? (→Lerninstruktionen)

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Welche motivationalen Orientierungen der Schülerinnen und Schüler sind während des Lernprozesses zu erkennen?

Erfolgsorientierung

o

Angst vor Misserfolgen o

Wunsch nach breitem Informationsangebot

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Wunsch nach Begrenzung des Informationsangebots, um bessere Übersicht und Klarheit zu bewahren

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Wunsch nach vielen Möglichkeiten zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema

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Wunsch nach ganz klar strukturierten Arbeitsaufträgen

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Experimentierfreudigkeit

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Tendenz zu gewohnten Routinen und deren Prinzipien und Regeln

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Streben danach aktiv zu sein/zu werden

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Eher passives Befolgen von geforderten Arbeitsschritten

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Bereitschaft und Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen

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Sichtbare Entscheidungsunlust oder -unfähigkeit bei der Wahl von angebotenen Alternativen

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Bereitschaft zur Mitwirkung und Mitgestaltung

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vergleichsweise geringe Frustrationstoleranz

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

      
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