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Medienkonzentration

Überblick

 
 
  Das Problem der zunehmenden Medienkonzentration im Bereich der Netzgesellschaft ist Anlass einer Mahnung, die »Matthias Kurth (geb. 1952), der Präsident der Bundesnetzagentur, in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung vom 7.3.2011 abgegeben hat. Er betont: "Die erst im letzten Jahrzehnt entstandenen neuen 'Information Empires' wie Google, Apple, Facebook oder Twitter wollen alte Informationsimperien ablösen und sind gleichzeitig dabei, die bisherigen Machtpositionen der Netzbetreiber zu unterminieren und neue eigene zu errichten."
Nahezu täglich verhandelten führende Unternehmen miteinander, um "neue Allianzen zwischen Netze-, Dienste-, Inhalte- und Softwareanbietern" zu schmieden. Voran gehen Allianzen wie die zwischen Nokia und Microsoft, Apple und dem Medienkonzern Rupert Murdochs oder die Telekom mit Sky. Dadurch entstünde die Gefahr, dass andere Investoren künftig kaum mehr die Chance hätten, auf einem Markt als Anbieter aufzutreten, der sich in der festen Hand derartiger Allianzen befinde. Auf der anderen Seite seien solche Konzentrationsprozesse aber auch "Motor für Innovation". Dennoch: "Die Tendenz, die Kunden in 'walled gardens' zu halten, kommt im neuen Gewand eines Kampfes der Informationssysteme einschließlich sozialer Netzwelten daher, die von der Hardware über Software, Inhalte, Werbung bis zu Suchmaschinen unseren gesamten Bedarf umfassen."
Ganz entschieden plädiert Kurth dafür, diesen Markt vorausschauend, angemessen und wachsam mit politischen Maßnahmen zu regulieren und dem Gerede von "Netzneutralität und Transparenz", das die Befürworter solcher Informationsmonopole gerne ins Felde führen, nicht zu vertrauen. Denn noch immer lehre die Geschichte: "Wer bestimmt, was andere sehen, empfangen und nutzen dürfen, hat politische und kommerzielle Macht." Und, darauf spitzt er seine Gedanken weiter zu, wer solche Monopole einfach gewähren lässt, hat am Ende, das wisse man aus den Erfahrungen der Finanzkrise 2008/09, den finanziellen und gesellschaftlichen Schaden.

 

 
      
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