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Der
Dreißigjährige Krieg
war ein Glaubenskrieg in Deutschland und zugleich ein europäischer
Krieg. Er entzündet sich an einem Streit unter den
Habsburgern, weitet sich
dann zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und den Autonomie
beanspruchenden Reichsständen aus und zieht durch die Intervention
Dänemarks, Schwedens und Frankreichs auch Nachbarländer in den Konflikt
hinein. Zugleich ist aber nur zu verstehen, wenn er als eine
"militärisch-politische Spielart der gemeineuropäischen Krise des 17.
Jahrhunderts" angesehen wird. (Schilling
1987, S.164)
Diese Krise schließt sich an eine Zeit des europäischen Aufschwunges, der
äußeren, kolonialen Expansion und der inneren Formierung an. Sie äußert
sich in ökonomischem und demographischen Stillstand und besitzt eine ganze
Reihe von Ursachen: demographische, sozio-ökonomische,
staatlich-politische und zum Teil auch kulturelle. In verschiedenen
Ländern und Gegenden Europas hat die Krise jedoch auf Grund von
Besonderheiten im Entwicklungsstadium und im Ablauf der Ereignisse ein
verschiedenes Gesicht. (vgl.
Schilling 1987, S.166)
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Schilling, Krieg und ModernisierungBei den
Besonderheiten in Deutschland sind besonders vier Gesichtspunkte von
Bedeutung:

(nach:
Schilling 1987, S.167f.)
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